DJ Hell: RAWAX kündigt Reissue von Debütalbum an

—

1994 veröffentlichte DJ Hell sein Debütalbum Geteert und Gefedert. Mehr als 30 Jahre später wird die Platte als Reissue über das Offenbacher Label RAWAX erscheinen – mit frischem Mastering, überarbeitetem Tracklisting für ein optimiertes Hörerlebnis sowie neuem Cover-Artwork.

Labelbetreiber Robert Drewek erklärt, was die Neuveröffentlichung besonders macht. „Wir freuen uns total, dieses Album einer neuen Generation an Plattenliebhaber:innen zugänglich machen zu können”, erzählt Robert Drewek im Telefonat mit der GROOVE. Das Mastering wurde dafür von Oliver Lieb grundlegend überarbeitet und erneuert. Der neue Schnitt kommt von Delirium Red Gründer Jörg Henze. Auch das Tracklisting wurde angepasst. „Alle Seiten haben jetzt die gleiche Lauflänge, um auch wirklich eine gleichbleibende Audioqualität und Lautstärke gewährleisten zu können”. erklärt Drewek.

Das Artwork der Platte wurde komplett neu gestaltet. Zu sehen sind zwei Fotos des Münchner Fotografen Guido Krzikowski, die beim Münchner Kokainprozess von 1981 vor dem Gerichtssaal entstanden sind. Die Regisseure Klaus Lemke und Rainer Werner Fassbinder warten gemeinsam mit Christine Zierl, besser bekannt als Dolly Dollar, vor dem Gerichtssaal, um ihre Aussage zu machen. „Das war eine amüsante Situation, denn Lemke, Fassbinder und Dolly Dollar erkannten mich unter den Fotografen, man war sich in der Szenekneipe Klappe über den Weg gelaufen”, erinnert sich Krzikowski gegenüber der GROOVE. „Zusammen mit dem Artwork von Vanessa Eck entwickelt das Bild eine ganz eigene Wirkmacht und passt perfekt als neues Cover für das Reissue”, so Drewek.

Unsere Review zu Geteert & Gefedert in der Ausgabe von Juni/Juli 1994 (Foto: Alexis Waltz)

Geteert & Gefedert war ursprünglich auf Peter Wachas Label Disko B erschienen, Hell hat das Album gemeinsam mit Richard Bartz und Mijk van Dijk produziert. Das mit van Dijk entstandene „Herz” war von der Voodoo-Szene aus Angel Heart inspiriert. Geier sampelte die Herztöne aus der Filmszene und kombinierte sie mit Samples eines alten Detroit-Techno-Stücks. „Hot On The Heels Of Love” ist eine Techno-Neubearbeitung des gleichnamigen Stücks der britischen Industrial-Band Throbbing Gristle. „Im Mutterleib” ist von einem Geschenk von Geiers Bruder inspiriert, einem Babybuch mit einer Kassette, die die Hörerfahrungen ungeborener Kinder nachempfinden sollte. Sein 1993 auf R&S erschienener Hit „My Definition Of House Music” wurde für das Album vom Wiener Produzententeam Northstar (Erdem Tunakan, Patrick Pulsinger, Electric Indigo) geremixt. Mit Richard Bartz entstanden die übrigen Stücke „I Feel Love”, „Allerseelen” und „My Life Is Hell”. 

Das Cover von 1994 zeigt Geier in einem schwarzen Outfit voller Federn und greift damit das titelgebende Teeren und Federn auf. Zusätzlich zu den normalen Vinyl- und CD-Versionen erschien eine auf 100 Stück limitierte Platte mit Feder-Look. Die Schallplattencover wurden im Presswerk mit Federn eingeschweißt.

Die ab Herbst 2026 erhältliche Neuauflage von Geteert & Gefedert wird bei verschiedenen Vinyl-Vertrieben und Plattenläden zu kaufen sein. Außerdem ist eine Sonderpressung auf weißem Vinyl geplant.

DJ Hell – Geteert und Gefedert (RAWAX)

A. Herz
B1. I Feel Love
B2. Im Mutterleib
C1. Hot On The Heels Of Love
C2. My Life is Hell
D1. Allerseelen
D2. Definition Of House (Northstar Remix)

Format: 2xLP 
VÖ: Herbst 2026

News

Weiterlesen

„Sex ist so lange in Ordnung bis jemand nein sagt“: ARD-Podcast hinterfragt Sicherheit und Consent in der sexpositiven Szene

Wie sicher sind sexpositive Partys? Der ARD-Podcast „Die Party ist vorbei“ begleitet Betroffene nach Übergriffen und deckt Mängel in Clubkultur und Justiz auf.

„Sex ist so lange in Ordnung bis jemand nein sagt“: ARD-Podcast hinterfragt Sicherheit und Consent in der sexpositiven Szene

Wie sicher sind sexpositive Partys? Der ARD-Podcast „Die Party ist vorbei“ begleitet Betroffene nach Übergriffen und deckt Mängel in Clubkultur und Justiz auf.

Baggy, Rave und Eurodance: ARTE zeigt Doku zur 90er-Sehnsucht 

Das ARTE-Magazin „Twist – Kultur & Pop” widmet sich in einer neuen Ausgabe dem Phänomen der 90er-Nostalgie und beleuchtet, warum die vermeintlich trashige Dekade heute einen ganz besonderen Nerv trifft.

Club- und Festival-Monitoring 2026: Diese Umfrage braucht Zahlen aus der Szene

Die Clubkultur wackelt. Zwischen roten Zahlen und Sparpolitik startet die LiveKomm ein neues Monitoring, um Druck auf die Politik zu machen.

Sweet Club: Münchner Diskothek muss schließen

Das Münchner Clubsterben fordert das nächste Opfer: Nach knapp zehn Jahren am Maximiliansplatz hat der Sweet Club an Halloween endgültig seine Pforten geschlossen.

Cevin Fisher: Zanzibar-Resident und „The Freaks Come Out“-Produzent verstorben  

Mit „The Freaks Come Out“ und „„The Freaks Come Out“ landete der DJ und Produzent aus New Jersey Ende der Neunziger zwei Nummer-eins-Hits in den US-Dance-Charts.

Zum Tod von Juan Atkins: „Er hat Techno erdacht, bevor es irgendeiner von uns tat“

Die Musikwelt nimmt Abschied von Juan Atkins. Ob Jeff Mills, Sven Väth, Richie Hawtin oder das Team des Tresor Berlin: Weggefährten, Kolleg:innen und Freund:innen erweisen dem Techno-Urvater in bewegenden Worten die letzte Ehre.

Time Warp: Festival gründet Label 

Mit Ausgaben in Mannheim, São Paulo, Madrid, Los Angeles, Mexico City, Miami oder New York ist die Time Warp eine der größten globalen Festivalbrands im Technobereich. Nun startet man ein Label

Rückforderung von Corona-Hilfen: Kasseler Techno-Club Graf Karl kämpft ums Überleben 

Gegründet in der Pandemie, heute einer der wenigen Orte für Techno in Kassel: Ausgerechnet die Corona-Hilfen aus der Anfangszeit gefährden nun das Graf Karl.

2. Salzburger Tage der Clubkultur: Musik, Workshops und Diskurs geplant

Neben der Musik stehen vor allem drängende Fragen rund um fehlende Räume für die freie Szene im Fokus der Clubkulturtage.

Baggy, Rave und Eurodance: ARTE zeigt Doku zur 90er-Sehnsucht 

Das ARTE-Magazin „Twist – Kultur & Pop” widmet sich in einer neuen Ausgabe dem Phänomen der 90er-Nostalgie und beleuchtet, warum die vermeintlich trashige Dekade heute einen ganz besonderen Nerv trifft.
Eine Club-Situation, mehrere Menschen, ihre Silhouetten, im Scheinwerferlicht

Club- und Festival-Monitoring 2026: Diese Umfrage braucht Zahlen aus der Szene

Die Clubkultur wackelt. Zwischen roten Zahlen und Sparpolitik startet die LiveKomm ein neues Monitoring, um Druck auf die Politik zu machen.

Sweet Club: Münchner Diskothek muss schließen

Das Münchner Clubsterben fordert das nächste Opfer: Nach knapp zehn Jahren am Maximiliansplatz hat der Sweet Club an Halloween endgültig seine Pforten geschlossen.

Cevin Fisher: Zanzibar-Resident und „The Freaks Come Out“-Produzent verstorben  

Mit „The Freaks Come Out“ und „„The Freaks Come Out“ landete der DJ und Produzent aus New Jersey Ende der Neunziger zwei Nummer-eins-Hits in den US-Dance-Charts.

Zum Tod von Juan Atkins: „Er hat Techno erdacht, bevor es irgendeiner von uns...

Die Musikwelt nimmt Abschied von Juan Atkins. Ob Jeff Mills, Sven Väth, Richie Hawtin oder das Team des Tresor Berlin: Weggefährten, Kolleg:innen und Freund:innen erweisen dem Techno-Urvater in bewegenden Worten die letzte Ehre.

Time Warp: Festival gründet Label 

Mit Ausgaben in Mannheim, São Paulo, Madrid, Los Angeles, Mexico City, Miami oder New York ist die Time Warp eine der größten globalen Festivalbrands im Technobereich. Nun startet man ein Label

Rückforderung von Corona-Hilfen: Kasseler Techno-Club Graf Karl kämpft ums Überleben 

Gegründet in der Pandemie, heute einer der wenigen Orte für Techno in Kassel: Ausgerechnet die Corona-Hilfen aus der Anfangszeit gefährden nun das Graf Karl.

2. Salzburger Tage der Clubkultur: Musik, Workshops und Diskurs geplant

Neben der Musik stehen vor allem drängende Fragen rund um fehlende Räume für die freie Szene im Fokus der Clubkulturtage.