Bunker Rostock: Rückzahlung von Corona-Hilfen könnte zu Insolvenz führen

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Der Bunker in Rostock kämpft ums Überleben. Der Club soll 30.000 Euro aus Corona-Hilfen zurückzahlen – Geld, das nach Angaben der Betreiber:innen bereits vollständig an auftretende Künstler:innen weitergegeben worden sei. Nun droht die Rückforderung, dem Bunker finanziell das Licht auszuknipsen. Falls man die Summe nicht bis zum 10. Juni an den Bund zurückzahlen kann, muss die Betreibergesellschaft VEB GmbH in die Insolvenz gehen.

„Die Rückzahlungsforderung ergibt sich daraus, dass im Nachhinein Corona-Förderungen für Künstlerinnen- und Künstlergagen durch die Initiative Musik, die zu 100 % an die Kulturschaffenden weitergereicht wurden, dem Bunker nun als Einnahmen zugerechnet werden”, schreiben die Betreiber auf ihrer Website.

Unter dem Motto „Rettet den Bunker” fanden vergangenes Wochenende große Soli-Partys statt, die Hunderte Besucher:innen anzogen. Dafür wurden alle drei Floors des Clubs bespielt – mit Techno und Drum’n’Bass über Hardtechno bis hin zu Punk, Rock, Ska sowie Karaoke, Quiz und Tanzkursen. Ergänzt wurde das Wochenende durch Spendenaktionen und Community-Formate.

Der Bunker ist ein wichtiger kultureller Begegnungsort in Rostock (Foto: Kulturkombinat Rostock e.V.)

Die GoFundMe-Kampagne hat inzwischen knapp 15.000 Euro eingebracht, dazu kommen die Einnahmen aus den beiden Soli-Abenden. Der Vorstand des Kulturkombinat Bunker e.V. zeigt sich dankbar und bewegt: Der Bunker sei ein Ort, an dem Subkultur, Musik und Freundschaften zusammenkommen – genau das sei an diesem Wochenende spürbar gewesen.

Der Bunker auf dem ehemaligen Gelände der Neptunwerft ist einer der beliebtesten Clubs Rostocks. Bis zu 200 Personen feiern hier regelmäßig zu Techno, Rock, Indie, Goth und Achtzigermusik. Der Eintritt liegt in der Regel zwischen fünf bis zwölf Euro. Neben Konzerten werden auch Formate wie Pub-Quizze, Kinoabende, Poetry Slams und Cocktailkurse angeboten.

Geschäftsführer Mark Jenderny öffnete die Location 2008, nachdem sie knapp 20 Jahre leer stand. Unterstützt wird die Betreiber-GmbH durch den Verein Kulturkombinat Bunker.

Der Beitrag des Kulturkombinat Bunker e.V. unterstreicht den Zusammenhalt: Das Wochenende habe eindrücklich gezeigt, wie stark die Rostocker Kulturszene hinter dem Club steht. Der Bunker sei dabei mehr als nur ein Veranstaltungsort – vielmehr ein zentraler Knotenpunkt der lokalen Subkultur.

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