Der Verein diskoBabel bereitet sich darauf vor, im Oktober dieses Jahres seinen Standort in der Lilli-Henoch-Straße im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg räumen zu müssen. Die Verhandlungen zwischen der Lokalverwaltung und dem Grundstückseigentümer über eine neue Nutzung seien bereits weit fortgeschritten, heißt es in einem Statement. Erste Bäume auf dem Gelände seien bereits gefällt worden. Das Kulturgelände „Greife” beherbergt unterschiedliche Kollektive und Akteure. Unter ihnen befindet sich auch das Jonny Knüppel, das erst vor kurzem seine vorläufige Rettung bekanntgegeben hat.
Wie es nach der Saison 2026 weitergeht, ist bislang unklar. Man suche bereits nach Ersatzflächen, so die Verantwortlichen von diskoBabel. Obwohl man sich dem Ende auf der jetzigen Fläche bewusst war, sei man erschüttert von den allgemeinen Entwicklungen in Berlins und Deutschlands Clubkultur-Landschaft. Schon seit Jahren will der Eigentümer das Grundstück, das seit dem Frühjahr 2018 von mehr als zehn Kollektiven bespielt wird, bebauen.
Auch wenn das Ende am aktuellen Standort besiegelt scheint, gibt sich der Verein kämpferisch. Aktuell läuft die Suche nach neuen Räumlichkeiten, um die Arbeit der verschiedenen Kollektive fortzuführen. Der Verein betont, dass jeder Besuch der kommenden Veranstaltungen hilft, den kostspieligen Rückbau und einen potenziellen Umzug zu finanzieren.
Erst kürzlich wurde bekannt, dass der diskoBabel e.V. gemeinsam mit der Clubcommission Berlin an einer großen Ausstellung zur Clubkultur arbeitet. Ein Beleg dafür, wie tief verwurzelt das Projekt in der Berliner Demokratie- und Kulturgeschichte ist.







