Der Berliner Mastering-Titan Christoph Grote-Beverborg ist am 2. März im Kreis seiner besten Freunde verstorben. Grote-Beverborg war zwar auch als DJ und Drummer tätig – zum unverzichtbaren Bestandteil der Berliner Musiklandschaft wurde er durch seine Tätigkeit als Mastering-Engineer bei Dubplates & Mastering.
Allein auf Discogs sind mehr als 2100 Schallplatten gelistet, die seine Signatur tragen, ein aus kurzen Linien geritztes CBG@D&M. Von 1997 bis zu einem Schlaganfall 2018 war er bei der Kreuzberger Firma tätig. Ein leicht roher Glanz sei sein Markenzeichen gewesen, sagte er in einem Interview.
Jeff Mills – Waveform Transmissions Vol 3 war eine der ersten Platten, die er gemastert hat, King Tubby & Riley All Stars – Concrete Jungle Dub eine der letzten. Unermüdlich saß er mit seiner hühnenhaften Gestalt am Schneidetisch, tagsüber im Austausch mit den Künstler:innen, die ihn oft im Mastering Studio zum persönlichen Austausch besuchten, nachts allein mit der Musik.

Christoph Grote-Beverborg wurde 1961 in Wuppertal als eines von drei Kindern geboren. Sein Vater war Leiter einer katholischen Sozialeinrichtung, die Mutter Hausfrau, für beide ist Rockmusik „totaler Quatsch”, erinnert er sich später. In der Schulzeit hörte er Punk, New-Wave, Reggae, später Drum ’n‘ Bass und Techno. Nach der Schule fing er verschiedene Ausbildungen an, ist einige Jahre als Maurer und als Drummer in einer Psychobilly-Band tätig, 1993 zog er nach Berlin und beginnt eine Tontechnikerausbildung, wird Teil von Sebels Elephant Sound Crew, wenig später von Dubplates & Mastering. In den 2000ern übernimmt er die Firma als Gesellschafter.
„Vinyl klingt für mich einfach besser”, sagt er im zitierten Interview. „Es klingt wärmer, es klingt runder, es klingt voller. Ich war immer schon von Schallplatten fasziniert. Und zwar schon von frühester Kindheit an. Von meinen ersten Märchenschallplatten. Das hat mich schon begeistert. dass man da so ein Ding drauflegt und dann entsteht daraus eine ganze Welt.“







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