Epstein Files: Entertainmentmogul Casey Wasserman unter Druck

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Der US-Entertainmentmogul und Vorsitzende der Sommerolympiade in Los Angeles 2028 Casey Wasserman, dessen Talentagentur Wasserman Media Group Musiker:innen und Sportler:innen vertritt, gerät nach der Veröffentlichung der Epstein Files unter Druck: Neue E-Mails belegen einen früheren Kontakt zwischen Wasserman und Ghislaine Maxwell, Epsteins früherer Vertrauten und wegen sexuellen Missbrauchs verurteilte Geschäftsfrau. Allerdings stand Wasserman mit Maxwell im Jahr 2003 in Kontakt – die Missbrauchsvorwürfe gegen Maxwell und Epstein wurden erst später bekannt.

Die nun öffentlich gewordene Korrespondenz wirft nicht nur sportpolitische Fragen auf, sondern betrifft auch die Musik- und Eventbranche, in der Wassermans Firma weltweit Künstler:innen, Tourneen und Shows managt. In einer Branche, die von Image, Vertrauen und öffentlicher Wahrnehmung lebt, sorgt der Fall für Debatten über Verantwortung, Machtverflechtungen und Rufschädigung im globalen Entertainment-Geschäft. Die Musikerin Billie Eilish hatte die Agentur schon 2024 verlassen, nachdem Casey Wasserman sexuelle Beziehungen mit einer Reihe von Angestellten nachgesagt wurden.

Über die Sparte Wasserman Music vertritt die Agentur neben zahlreichen internationalen Top-Acts auch viele elektronische Musiker:innen und ist als Talentagentur für die Vermarktung ihrer Auftritte verantwortlich. Zum Roster zählen neben Stars wie Chappell Roan oder Pharrell Williams auch Acts wie Ben UFO, Blawan, Charlotte de Witte, Darkside, FKA Twigs, Joy Orbison, KI/KI, Partiboi69, Sherelle, Squarepusher oder Skrillex. Trotz der Kontroverse um die Epstein Files zeigte sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) jedoch zuversichtlich und sprach dem Organisationskomitee der Spiele 2028 in Los Angeles sowie Wasserman selbst weiterhin „volles Vertrauen” aus.

Die Epstein Files hatten direkt nach ihrer Veröffentlichung in der Techno-Community Aufsehen erregt. In einer Email an Epstein vom 31. Dezember 2009 empfahl eine unbekannte Person eine Reihe von Clubtracks und -Labels, etwa den UKG-Klassiker „Ripgroove” von Double 99, „Mouthafucking Bass (Popof Remix)” von DJ Rush und „basically anything from the style UK Speed Garage from around 1998”. Außerdem werden die Labels Drumcode, Ed Banger, Sound Pellegrino und International DeeJay Gigolo Records empfohlen. Der unbekannte Verfasser der Mail legt Epstein auch Discogs-Recherchen ans Herz. „To research, try www.discogs.com”, beginnt die E-mail, deren Betreffzeile nur das Wort „music” enthält.

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