Grauzone: Kasseler Technoclub schließt

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Der Techno-Club Grauzone in Kassel schließt nach knapp vier Jahren. Mit XDB, Fadi Mohem, Nathalie Seres, Sevensol oder Norman Nodge brachte man namhafte DJs in die Friedrich-Ebert-Straße 1 im Zentrum der Stadt. In einer inzwischen gelöschten Erklärung auf Instagram hieß es, ein neues Projekt an einer anderen Location sei geplant.

Ursprünglich wollten Gherhard und Calvin Beisheim die Grauzone bereits 2020 eröffnen. Tatsächlich nahm der Club am 25. März 2022 seinen Betrieb in einer ehemaligen Spielothek auf. „Macht euch gefasst auf eine elektronische Tanzakrobatik, die auf keiner Eskalationsstufe mehr zu finden ist”, schrieb Calvin Beisheim damals in der Ankündigung.

Neben dem eigenen Selectors Club arbeiteten die Brüder mit Kollektiven wie shockwerk, Callush oder BCCO zusammen. Der Club galt als Safer Space und als wichtiger Ort für subkulturelle Strömungen innerhalb der Kasseler Musikszene.

„Ich hatte den Spaß meines Lebens!”, schreibt Google-Rezensent M. „Finde es auch gut dass dieser Club sich so dafür einsetzt, dass Rassismus, Homophobie etc in diesem Club nichts verloren hat! Das sorgt für eine entspannte Wohlfühlstimmung. Der Preis lohnt sich, die Acts sind auch immer top!” [sic!]

„Kleiner Club in zentraler Lage mit sehr gemischtem Publikum zu harter Technomusik, die sich auch hören lässt”, heißt es in einer Google-Rezension von Felix R. „Türsteher leider prollig mit unschönen Bemerkungen im Beisein von Gästen. Weibliches Personal wäre sicher auch ein Pluspunkt”, gibt er zu bedenken.

Die Abschlusspartys fanden bereits am 9. und 10. Januar statt. Die Grauzone reiht sich damit in eine Liste geschlossener Kasseler Kulturräume wie das Karnak, die Kulturfabrik Salzmann, die Barracuda-Bar, das A.R.M. und die Szenekneipe Fiasko ein und steht exemplarisch für die Probleme der lokalen Club- und Kulturszene.

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