Ecstasy-Pillen waren in Großbritannien im Jahr 2025 ungewöhnlich hoch dosiert. Oft enthielten die Tabletten mehr als das Doppelte der empfohlenen Dosis für Erwachsene. Das ist das Ergebnis eines Berichts von The Loop, einer gemeinnützigen britischen Drugchecking-Organisation.
Der unabhängig erstellten Studie zufolge wurden in 40 Prozent der getesteten Drogen über 200 Milligramm MDMA nachgewiesen. Die empfohlene Dosis liegt bei 80 bis 120 Milligramm. Laut Untersuchung enthielten von den 430 getesteten Pillen fast alle mehr als 100 Milligramm, ein Bruchteil sogar mehr als 300 Milligramm MDMA. Der hohe Wirkstoffgehalt birgt für Konsument:innen, die nicht über die tatsächliche Potenz der Pillen informiert sind, zusätzliche gesundheitliche Risiken.
Für den Bericht wurden im Vereinigten Königreich im letzten Jahr insgesamt etwa 1250 Substanzen getestet. Neben Pillen wurden auch 800 Substanzen in Pulver- und Kristallform untersucht, bei denen es sich hauptsächlich um Kokain, MDMA und Ketamin handelte. In manchen Proben wurden auch Spuren von 3-CMC und 4-CMC, Abwandlungen von Mephedron, gefunden.
Auch in Berlin ist laut dem Projekt DrugChecking die Zahl der hochdosierten Präparate vergleichsweise hoch, sodass im vergangenen Sommer eine Warnung für die Hälfte aller innerhalb von zwei Jahren getesteten Substanzen ausgesprochen wurde.
In Berlin besteht die Möglichkeit, die Drogen an mehreren Standorten testen zu lassen.







