Würzburg: Gründer der Diskothek Airport verstorben

Der Gründer des Würzburger Clubs Airport, Rudi [Rudolf] Schmidt, ist im Alter von 76 verstorben. Das teilte sein Sohn Alexander mit. Schmidt galt als „Legende in der Würzburger Kneipenszene” und betrieb auch Lokale wie das Zauberberg und das mittlerweile geschlossene Studio. 

1969 eröffnete Schmidt mit seiner Frau den Tiffany Club. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er in Würzburg auch den Pferdestall in der Eichhornstraße und führte ihn als Pipers Pub fort. Sein Markenzeichen schuf er gleich darauf: das Airport in der Gattinger Straße. Anfang der 1990er zählte das Airport zu den ersten Diskotheken, in denen man in Deutschland Techno auflegte. Namhafte DJs wie Sven Väth, Westbam oder Paul van Dyk haben das Air, wie es liebevoll genannt wurde, bespielt. 2002 eröffnete Schmidt das mittlerweile geschlossene Studio (früher Take Five und Green Goose), ein Jahr darauf belebte er das Zauberberg wieder.

2015 zog Rudi Schmidt sich aus dem Clubgeschäft zurück, seit dieser Zeit betreiben Mischa Steigerwald und Daniel Sorano den Airport-Club. In seinem letzten Lebensjahrzehnte widmete er sich dem Golfen und seiner Familie. 

Rudi Schmidt habe „mitten im Leben gestanden” und sei dankbar für all die schönen Erlebnisse gewesen, erklärt sein Sohn Alexander im oben zitierten Post. Von anderen Trauernden wird er als „liebster Chef” und „Legende” beschrieben, der das Lebensgefühl von Würzburg maßgeblich geprägt hat.

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