arkaoda: Berliner Szenebar schließt Ende August – Betreiber suchen nach Nachfolge

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Der Berliner Club- und Kulturraum arkaoda schließt Ende August. Das teilten die Betreiber:innen am Donnerstag über Instagram mit. Zuvor habe man die Entscheidung getroffen, das gemeinsame Projekt nach fast neun Jahren zu beenden. Gleichzeitig werde nach Personen gesucht, die die Räume übernehmen und die Geschichte des Veranstaltungsortes „in irgendeiner Form” fortsetzen können.

Als Grund für das Aus werden vor allem persönliche Veränderungen innerhalb des Gründungsteams genannt. Bereits während der vorübergehenden Schließung 2024 hätten die Beteiligten begonnen, unterschiedliche Wege in ihrem Leben einzuschlagen. Nun sei der Zeitpunkt gekommen, sich vom arkaoda zu verabschieden und neuen Möglichkeiten zuzuwenden.

„Wir sind natürlich äußerst traurig über diese Nachricht”, heißt es in dem Statement. Zugleich sei das Team dankbar für alles, was es gemeinsam mit Künstler:innen, DJs, Kollektiven, Veranstalter:innen und Gästen erlebt habe. Sie alle hätten entscheidend dazu beigetragen, den Ort über die vergangenen Jahre zu prägen.

Das arkaoda am Karl-Marx-Platz in Neukölln wurde vor fast neun Jahren als Berliner Schwester des gleichnamigen Kulturortes in Istanbul gegründet. Mit einem internationalen und experimentellen Programm bewegte sich der Veranstaltungsort zwischen Bar, Konzertbühne, Club und kulturellem Treffpunkt. Auf dem Programm standen avantgardistische Live-Musik, elektronische Clubnächte, Performances und Veranstaltungen verschiedener Berliner Kollektive.

In den vergangenen Jahren hatte der Betrieb jedoch wiederholt mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Im April 2024 musste das Untergeschoss, in dem ein Großteil der Konzerte und Clubnächte stattfand, aufgrund anhaltender Lärmbeschwerden aus der Nachbarschaft schließen. Ursprünglich waren lediglich zwei Monate für notwendige Reparatur- und Schallschutzarbeiten vorgesehen. Tatsächlich blieb der Raum fast ein Jahr lang geschlossen. 

Von außen wirkt das Arkaoda unscheinbar (Foto: Sebnem/Google)

Während dieser Zeit versuchte das arkaoda, den Betrieb mit Veranstaltungen im Obergeschoss, Pop-ups, Spenden und dem Barbetrieb aufrechtzuerhalten. Ende März 2025 konnte das Untergeschoss schließlich wiedereröffnet werden. Zu den ersten Partys nach der langen Pause gehörten Veranstaltungen mit African Acid Is The Future und Refuge Worldwide.

Trotz dieser Belastungen sei es gelungen, weiterzumachen und einen sicheren und inklusiven Raum aufzubauen, schreiben die Betreiber:innen. Dafür habe das Team große Mengen an Zeit, Energie und finanziellen Mitteln investiert – auch um die nötigen Genehmigungen zu erhalten und den Ort langfristig betreiben zu können. Der August soll nun ganz im Zeichen des Abschieds stehen. Für den letzten Monat plant das arkaoda ein besonderes Programm mit Musik, gemeinsamen Veranstaltungen, Kollaborationen und vielen vertrauten Gesichtern. Künstler:innen und Kollektive, die den Ort in den vergangenen Jahren begleitet haben, sind eingeladen, sich an den letzten Wochen zu beteiligen.

„Der August ist unser letzter Monat, und wir möchten, dass er uns in guter Erinnerung bleibt”, heißt es in dem Statement. Das vollständige Abschlussprogramm soll noch bekannt gegeben werden. Ob das arkaoda nach August unter neuer Leitung weitergeführt werden kann, ist bislang allerdings noch offen.

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