Nations of Legends: Heftige Kritik an abgesagten Gigs und schlechter Organisation

Die Nations of Legends sollte ein Schlaraffenland für alle Psytrance-Liebhaber:innen werden, mit drei Floors, großen Acts aus der Szene und diversen anderen Aktivitäten. Doch die Realität sah anders aus. Das Festival fand erstmals vom 10. bis zum 13. Juli in den Schweizer Alpen nahe der Ortschaft Davos statt. Im Programm waren bekannte Namen wie Cloudy7, Ace Ventura und Querox vertreten.

Statt drei Floors und einem breit gefächerten Künstler:innen-Repertoire gab es zahlreiche Kürzungen im Line-up kurz vor Beginn des Festivals. Beworben wurde das Festival mit „4 days of Geborgenheit on 3 Floors”. Statt drei Floors mussten sich die Besucher:innen mit einem kleinen und einem großen Floor begnügen. In den sozialen Netzwerken hagelte es Kritik, sowohl von Seiten der Künstler:innen als auch der Besucher:innen.

Neues gekürztes Line-up der Nations of Legends (Foto:Instagram)
Neues gekürztes Line-up der Nations of Legends (Foto: Instagram)

Der Hamburger DJ Fatih Acci, besser bekannt als Darbuka, der eigentlich ebenfalls als Act gebucht war, meldet sich in einem Instagram-Statement zu Wort: „Ja leider könnt ihr auf dem Foto ja sehen was Phase ist, das ist dass Ergebnis von einem unprofessionellen Veranstalter und einem unorganisierten Team, trotz eines Booking vertrages welches von der Nation of Legends kam was ich unterschrieben zurück geschickt habe, wurde ich und viele andere Acts eine Woche vor dem Festival gecanceled!” [sic!], schreibt Fatih Acci dort.

Fatih Accis Reaktion auf seinen abgesagten Gig bei der Nations of Legends. (Foto: Instagram)
Fatih Accis Reaktion auf seinen abgesagten Gig bei der Nations of Legends. (Foto: Instagram)

Der Loth stand ebenfalls auf dem Line-up, auch mit seinem Gesicht wurde wochenlang geworben. Flugtickets oder Ähnliches hat er jedoch nie erhalten. Als er die Sache mit dem Veranstalter klären wollte, habe dieser nach einem 56-sekündigen Telefonat einfach aufgelegt. „Ich frag mich ja als Artist, wie lang man noch auf dem Line-up steht, obwohl schon seit Tagen, wenn nicht Wochen klar ist, dass das nie passieren wird”, kommentierte er unter einem Instagram Beitrag des Festivals.

Ticketkäufer:innen kommunizieren unter den Beiträgen des Festivals ebenfalls ihre Empörung. Sie sprechen von schlechter Organisation, reduziertem Musikangebot, Abzocke – kurzum: einer Katastrophe.

In dem am Samstag vom Veranstalter veröffentlichten Statement spricht dieser von unerwarteten Schwierigkeiten, ein paar Änderungen im Line-up und Problemen mit den Bühnen, betont aber, dass das ganze Team unermüdlich daran arbeite, den Besucher:innen die bestmögliche Festivalerfahrung zu bieten.

Doch es gibt auch positives Feedback zum Festival. Lunatic Soul, die spontan als Ersatz gebucht wurde, schwärmt auf Instagram von einer Nacht, die sie nie vergessen wird – und von einer guten Organisation. Andere Besucher:innen sprechen von einem guten Sound und einem schönen Festival-Erlebnis. „Lasst das Festival seinen eigenen Spirit entdecken und ausleben! Und urteilt nicht zu früh! Wir können froh sein, dass Leute da draußen solche Festivals organisieren und viel Mut aufbringen”, heißt es etwa unter dem letzten Beitrag des Veranstalters.

Ob die Nations of Legends nächstes Jahr wieder stattfindet, ist bisher noch nicht bekannt.

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