Dominikanische Republik: Clubbesitzer nach Dacheinsturz verhaftet

Nach dem tödlichen Dacheinsturz im Nachtclub Jet Set in Santo Domingo, bei dem im April 236 Menschen ums Leben kamen, wurden Clubbesitzer Antonio Espaillat und seine Schwester Maribel Espaillat festgenommen. Die beiden, die den Club gemeinsam betrieben, werden wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, wie die Generalstaatsanwaltschaft der Dominikanischen Republik mitteilt.

Auslöser der Ermittlungen war die Aussage eines Mitarbeiters, der angab, Espaillat vor dem geplanten Konzert des Merengue-Sängers Rubby Pérez am 7. April vor dem maroden Zustand des Dachs gewarnt zu haben. In den frühen Morgenstunden des 8. April stürzte das Dach ein – Pérez gehörte zu den Todesopfern.

Die Behörden sprechen von „grober Fahrlässigkeit” und werfen den Betreiber:innen vor, notwendige Reparaturen am seit Jahren undichten Dach unterlassen zu haben. Zudem sollen sie versucht haben, Zeug:innen aus dem Team unter Druck zu setzen. Ein technisches Gutachten zur Unglücksursache liegt inzwischen vor, wurde aber noch nicht veröffentlicht.

Das Jet Set gilt als eine der bekanntesten Live-Locations der Dominikanischen Republik und besteht seit 1977. Zahlreiche Überlebende des Unglücks haben bereits Klage eingereicht.

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