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Moskau: Razzias in Clubs und LGBTQ+-Bars

Am Samstagmorgen hat die russische Polizei mehrere Bars und Nachtclubs in Moskau durchsucht und dabei die „Gesetze zur Kriminalisierung von LGBT-Propaganda” durchgesetzt. Bei den Durchsuchungen wurden Smartphones, Laptops und Videokameras beschlagnahmt, während die Beamten die Ausweise der Clubbesucher:innen kontrollierten. In sozialen Medien zeigen Videos, wie etwa Gäste aus dem Gay-Club Mono und dem Techno-Club Arma von der Polizei durchsucht und teils mit erhobenen Händen aus den Clubs eskortiert wurden. Das Innenministerium gab bekannt, dass die Polizei in einem weiteren Nachtclub tätig wurde, in dem angeblich die Ideologie der verbotenen LGBT-Bewegung propagiert wurde.

Zusätzlich wurde der Leiter des Reisebüros Men Travel festgenommen, der verdächtigt wird, Reisen für LGBTQ+-Reisende nach Ägypten organisiert zu haben. Die Maßnahme folgt einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Russland, der vor einem Jahr die internationale LGBT-Bewegung als extremistische Organisation einstufte.

Die Razzien sind Teil umfassender Repressionen gegen die LGBTQ+-Gemeinschaft, die seit der Einführung des Gesetzes gegen „LGBT-Propaganda” 2013 immer weiter verschärft wurde. Präsident Vladimir Putin nutzt die verschärfte Gesetzgebung, die repressive Politik und die Betonung konservativer Werte als Mittel zur Abgrenzung vom Westen und dessen liberaler Ideale.

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