„Wem gehört die Stadt?”: Tanzdemo gegen Clubsterben in Berlin

Bei der Tanzdemo „Wem gehört die Stadt?” zogen vergangenen Samstagnachmittag laut Angaben der Veranstalter mehrere Tausend Demonstrierende durch die Innenstadt Berlins, während die Polizei 900 Demonstrierende meldete.

Der Protest wurde von der Partei Die Linke angemeldet und richtete sich gegen den geplanten Weiterbau der A100 am Ostkreuz. So befürchten Organisator:innen aus der Berliner Club- und Veranstaltungsbranche das Sterben von Clubs, die sich an der Trasse befinden. Demnach bedroht der geplante Ausbau der Berliner Stadtautobahn A100 About Blank, Else, Club Ost, Oxi und Void.

Ein Sprecher der Initiative richtet sich an den neuen Berliner Kultursenator Joe Chialo: „Wir fordern vom neuen Senat den Erhalt von Freiräumen und unkonventioneller Kultur. Verdrängung und Betonierung in Berlin ist kein Naturgesetz, sondern Politik.”

Die Demonstration startete am Frankfurter Tor in Friedrichshain und machte sich dann über den Alexanderplatz auf den Weg zum Südstern in Kreuzberg. Sechs Wagen beschallten den Protest mit elektronischer Musik.

Unter den Protestierenden waren auch der ehemalige Kultursenator Klaus Lederer sowie die Bundestagsabgeordnete Caren Lay. Beide sind Parteimitglieder der Linken. „Natürlich wollen wir in dieser Stadt nicht nur bezahlbar wohnen, wir wollen in dieser Stadt auch tanzen und feiern”, so Lay während der Demonstration.

Weitere Themen der Demonstration waren Wohnungspolitik, Menschenfeindlichkeit durch Rassismus sowie die Diskriminierung sexueller Minderheiten. Nach Polizeiangaben verlief die Tanzdemo friedlich und ohne Störungen.

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