Der Eingang zum OXI Garten (Foto: OXI)

Am Freitagabend wurde die Party im OXI in Friedrichshain vorzeitig beendet, die Betreiber*innen äußerten sich im Anschluss in einem Statement. Die Polizei habe gedroht den Club zu stürmen, weshalb man sich gezwungen sah, die Veranstaltung abzubrechen und infolgedessen die Events an den beiden darauffolgenden Tagen abzusagen. Die GROOVE berichtete. Nun äußerte sich die Berliner Polizei uns gegenüber zu den Geschehnissen. Zum Vorwurf, die Polizei habe mit einer Stürmung gedroht, heißt es: „Die Polizei Berlin stürmt keine Veranstaltungen und beendet solche auch nicht gewaltsam. Es wird stets das Gespräch mit den Veranstaltenden gesucht. Erst im letzten Schritt können Zwangsmaßnahmen und Beschlagnahmungen von Musikanlagen durchgeführt werden.”

Das OXI gibt in seinem Statement „nicht substantiierte Lärmbeschwerden” als Grund für die Stürmungsdrohung der Polizei an. In der polizeilichen Stellungnahme werden diesbezüglich drei weitere Fälle aufgeführt, an denen Lärmbeschwerden eingegangen seien: „Am 22. August 2020 erfolgte eine Alarmierung wegen unzulässigen Lärms, bei dem eine entsprechende Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt wurde. […] Drei Stunden später erfolgte eine zweite Alarmierung. Als die Polizei eintraf, war die Musik bereits abgestellt und die Gäste verließen die Örtlichkeit. Am 11. September 2020 gab es zwei Alarmierungen wegen unzulässigen Lärms. Die Einsatzkräfte leiteten zwei Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Die Musik wurde vom Betreiber leiser gestellt. Am 12. September 2020 gab es mehrere Anrufe wegen unzulässigen Lärms bei der Polizei. Die Einsatzkräfte beendeten die Veranstaltung und fertigten eine Lärmanzeige.”