Groove 168 – Honey Dijon

(September/Oktober 2017)

Titelgeschichte: Honey Dijon Honey Dijon gehört zu den gefragtesten House-Djs. Sie spielt nicht nur in den renommiertesten Clubs, sondern wählt auch die Musik für Modeschauen einiger Luxushäuser aus. Und sie befindet sich an einer Schnittstelle, an der sich die Diskurse über Gender, Rassismus und Sexismus kreuzen. Mit ihrer Arbeit und Präsenz erinnert sie daran, dass die Dance-Kultur ursprünglich mal ein von queeren schwarzen Menschen für andere queere Menschen geschaffener Zufluchtsort war. Titelgeschichte Honey Dijon: House Music All Life Long Honey Dijon gehört zu den aktuell gefragtesten House-DJs. Sie spielt nicht nur in den renommiertesten Clubs, sondern wählt auch die Musik für Modeschauen einiger Luxushäuser aus. Und sie befindet sich an einer Schnittstelle, an der sich die Diskurse über Gender, Rassismus und Sexismus kreuzen. Mit ihrer Arbeit und Präsenz erinnert sie daran, dass die Dance-Kultur ursprünglich mal ein von queeren schwarzen Menschen für andere queere Menschen geschaffener Zufluchtsort war. Nun erscheint ihr erstes Album. Porträts und Features Reportage: Tiflis. Eine Generation im Aufbruch Am östlichsten Ende von Europa, zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus, hat sich in den letzten Jahren eine der fortschrittlichsten Szenen für elektronische Clubmusik entwickelt. Die junge Technogeneration hat in zu Clubs umgebauten Schwimmbädern und Brückenpfeilern ihre eigene alternative Realität geschaffen, in Abgrenzung zu einer traditionell konservativen Gesellschaft, in der Homophobie und Gefängnisstrafen für Drogenkonsum noch immer alltäglich sind. Ein Besuch in Tiflis. Szene Kiew: Nastia. “Die neue Generation in der Ukraine ist sehr neugierig.” Die Ukrainerin Nastia legt seit 2005 auf, damals noch unter dem Namen DJ Beauty. Als 2009 ein YouTube-Video viral geht, das sie während eines Gigs beim Kazantip-Festival exzessiv beim Tanzen zeigt, ändert sie ihren DJ-Namen und Auflegestil. Seitdem ging es für sie auch ohne eigene Produktionen steil nach oben. Neben einer wöchentlichen Radioshow veranstaltet sie auch das jährliche Strichka-Festival in Kiew. Im Gespräch hat sie uns verraten, was die ukrainische Szene momentan so interessant macht. Blitz Club: Die Anlage ist der Star Der Blitz Club in München ist so etwas wie ein Konzertsaal für Tanzmusik und die Anlage ist sein Star. Monatelang wurde hier, auf der Museumsinsel, der Raum auf das Akustik-Erlebnis hin optimiert – mithilfe von Akustikern, Architekten und Schreinern. Doch der audiophile Aufwand dient letztlich nur einem Ziel, so Mitgründer David Muallem: „gemeinsam zu tanzen.“ Rødhåd: Klangmensch und Techno-Spurenleser Sein dubbiger, vielschichtiger, fast schon filmischer Sound hat Rødhåd zu einem der erfolgreichsten Techno-DJs gemacht. Als Oberhaupt der Dystopian-Crew erzeugt der Berliner ein düsteres Klangbild, das mit dem Zukunftsoptimismus früherer Technogenerationen bricht. Auf seinem Debütalbum wendet er sich vom Dancefloor ab und entwickelt die erzählerischen Qualitäten seiner gewaltigen Soundscapes weiter. Music From Memory: Die neue Offenheit Music From Memory hat mit Ambientplatten von Gigi Masin oder Suso Sáiz frischen Wind in die Clubszene gebracht. Es wäre aber zu kurz gegriffen, das Amsterdamer Label in ätherischen Stilschubladen abzulegen. Music From Memory feiert die Entdeckung unbekannter, aber brillanter Musik – und spürt diese mit den Ohren von Menschen auf, die im Club groß geworden sind. Dabei balanciert das Label seine rastlosen Digger-Ambitionen mit einer rigorosen Qualitätskontrolle aus. Radio Slave: Zurück aufs Skateboard Radio Slave glaubt an die Zukunft der House Music wie kaum ein anderer Act der Szene, und zugleich ist er ein unverbesserlicher Fanboy und Digger. Nach einer gesundheitlichen, geschäftlichen und musikalischen Krise besinnt sich Matt Edwards mit seinem Debütalbum zum ersten Mal in […]

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