Groove 165 – Videospiel-Soundtracks

(März/April 2017)

Titelgeschichte: Videospiel-Soundtracks Kultur, Kunst oder Killerspiele? In den vergangenen Jahren wurde viel darüber gestritten, was Videogames eigentlich sind. Doch egal wie die Antwort auch lautet: Super Mario, The Sims und Co. sind längst fester Bestandteil unserer Popkultur, und mit ihnen ebenso ihre Soundtracks. Über ein Medium, das auch über den Bildschirm hinaus stets beliebter und dabei für viele Produzenten und DJs immer reizvoller wird – sie aber zugleich vor ganz neue Herausforderungen stellt. Wir sprachen unter anderem mit SØS Gunver Ryberg und Disasterpeace sowie dem Betreiber von Ghostly International über das Miteinander von Games und elektronischer Musik. Porträts Carsten Jost: Kunst, Musik und PolitikDer in New York lebende Galerist, bildende Künstler, Plattenlabelbetreiber, Musikproduzent, DJ und Magazinmacher Carsten Jost ist eine Art Allround-Kreativer. David Lieske, wie er bürgerlich heißt, dürfte den meisten unserer Leser als Macher des Labels Dial bekannt sein. Den Großteil seiner eigenen Musikproduktionen hat er in den Nullerjahren veröffentlicht. Nun ist mit Perishable Tactics ein fantastisches neues Album von ihm erschienen. The xx: Die neue OffenheitDie drei Mitglieder von The xx gelten als eher verschlossene Musiker. Anlässlich ihres neuen, dritten Albums I See You kamen wir deshalb auf die Idee, Hendrik Weber alias Pantha Du Prince als Interviewpartner dazuzuholen. The xx und Pantha Du Prince teilen nicht nur ästhetische Vorlieben und schätzen sich gegenseitig, sie kennen sich auch von verschiedenen Festivalbesuchen. Young Turks: Kreative VermittlerCaius Pawson betreibt mit Young Turks eine Firma, der ein seltener Spagat gelingt: ein Label, das innovative, elektronische Musiker unterstützt und gleichzeitig Millionen von Platten verkauft. Nach zehn Jahren erlebt die Firma, die ihren Start einem polizeilich beendeten Warehouse-Rave zu verdanken hat, zurzeit eine ihrer intensivsten Phasen. Gerade haben mit The xx und Sampha zwei ihrer wichtigsten Künstler fast zeitgleich neue Alben veröffentlicht. Whities: Weiß auf SchwarzStilistische Grenzen gibt es beim Whities nicht: Von holperndem New Wave bis zu düsterem Techno, Nic Tasker sieht das Young-Turks-Unterlabel als Hort für abseitige Tanzmusik mit Persönlichkeit. Wie ihm die Plattenfirma Young Turks dabei hilft, junge Künstler zu fördern, hat uns der Londoner Tausendsassa erklärt. Red Rack‘em: Ein bisschen fucked upRed Rack’em aus Schottland ist schon seit mehr als 20 Jahren mit einem eklektischen Clubsound zwischen House, Disco und HipHop als DJ und Producer in der Szene aktiv. Sein echter Durchbruch gelang ihm aber erst im vergangenen Jahr mit „Wonky Bassline Disco Banger“, das mit Airplay von The Black Madonna, Moodymann und sogar von Elton John einer der großen Crossover-Hits des Jahres war. Jetzt erscheint sein zweites Album. Tale Of Us: “Ambient – ein verborgener Teil von uns.”Der neueste Streich von Tale of Us hätte auch gut als Wunderground-Meldung funktioniert. In ihrem Berliner Afterlife-Office erfahren wir die ganze Geschichte. Kollaborationen: FRKWYS, Vermont, TalabomanDie Alternative zum Solokünstler ist in der elektronischen Musik meist das Duo. Duos sind Kollaborationen auf Zeit. Man erfindet sich nicht als ein gemeinsamer Act, vielmehr treffen zwei etablierte Individualkünstler für ein oder mehrere Projekte aufeinander. Zu beobachten ist das zurzeit etwa bei Talaboman, Vermont, Dettmann und Klock oder der Kollaborationsserie FRKWYS. Außerdem: Gestalter: Robert Beatty, Zeitgeschichten: Electric Indigo, Clubsteckbrief: Galerie Kurzweil, Darmstadt; Letzte Fragen: Acid Pauli, Hotze Warm-Up Film: T2 Trainspotting Buch: Osunlade – Pyrography (BBE); Label: Nous’Klaer Audio, A DJ’s DJ: Markus Suckut über Levon Vincent, Porträt: Mary Ocher, Art Alfie, Kangding Ray; Am Deck: Jozef K (Manchester); Mein Plattenschrank: Call Super; Kolumne I […]

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