Eine Dokumentation des NDR beleuchtet das Nachtleben in Norddeutschland in den Achtzigern und Neunzigern. Neben den Großraumdiskotheken Zeppelin und Hyperdome beschäftigt sich Club-Legenden auch mit der Geschichte von Underground-Clubs, darunter das Subway und das Hamburger UNIT.
Die Club-Reise beginnt im Landkreis Harburg, wo 1983 das Zeppelin als größte Diskothek Norddeutschlands eröffnete. Hier legte ein junger Alex Christensen frühe Versionen von „Das Boot” auf – ein Symbol für den kommerziellen Durchbruch elektronischer Musik aus der Provinz.
Das Subway in Kiel richtete sich ab 1988 mit seinem Alternative-Rock-Sound an ein linkes Publikum, bestehend aus Punks, Skatern und Goths. Mitte der Neunziger schloss es aufgrund der sich verändernden Szene, die immer mehr Techno für sich entdeckte. Genau in dieser Phase kam das UNIT auf. Mit seiner Eröffnung 1994 gilt es als erster offizieller Techno-Club Hamburgs. In einem ehemaligen Stripclub leisteten DJs wie Tobias Lampe und Gary D Pionierarbeit für einen Sound, der heute Stadien füllt, damals aber ein Nischenpublikum anzog.
Nach drei wechselnden Standorten in zehn Jahren schloss das UNIT seine Türen zu einer Zeit, in der Techno zum Mainstream gehörte. Mittlerweile ist aus dem Club ein eigenes Label entstanden. Das Hyperdome in Murchin nutzte hingegen den Hype um elektronische Musik und lockte ein Publikum an, das aus ganz Mecklenburg-Vorpommern anreiste.
Weitere Einblicke zur Clubkultur in dieser Zeit findet ihr in der Doku Club-Legenden. Diskotheken, die Geschichte schrieben in der ARD-Mediathek.







