Lachgas und GHB: Bundesregierung verschärft Gesetze zum Erwerb

Die Abgabe von Lachgas sowie GBL und BDO, beides Vorläufersubstanzen von GHB, an Minderjährige ist seit dem 12. April verboten. Der Vertrieb der Stoffe wird stark eingeschränkt. Grundlage dafür ist eine Änderung des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes. Die Bundesregierung reagiert damit gegen den zunehmenden Missbrauch dieser Stoffe als Partydrogen oder Tatmittel bei Übergriffen.

Das neue Gesetz untersagt den Verkauf von Lachgas in Automaten oder über den Versand. Für Erwachsene bleibt der Erwerb in begrenztem Umfang erlaubt. Pro Kauf sind maximal zehn Kartuschen mit jeweils 8,4 Gramm zulässig, orientiert an handelsüblichen Sahnekapseln. „Lachgas ist kein Spiel und keine harmlose Partydroge, sondern ein hohes Risiko für die Gesundheit. Daher verbieten wir die Abgabe von Lachgas an Kinder und Jugendliche sowie den Verkauf über Versandhandel und Automaten”, sagt Bundesgesundheitsministerin Nina Warken.

Ähnliche Vorschriften betreffen die psychoaktiven Stoffe GBL und BDO, die im Partykontext als G, auch K.O.-Tropfen, konsumiert werden. Mit der Substanz können Personen innerhalb weniger Minuten willenlos, bewusstlos und erinnerungsunfähig gemacht werden, betont der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck. In höherer Konzentration sind Herstellung, Handel und Verkauf an Privatpersonen deshalb künftig untersagt. Mit dem neuen Gesetz würden nun klare Grenzen gezogen und der Schutz insbesondere für Feiernde deutlich verbessert, so Streeck.

In der Techno-Szene werden sowohl Lachgas als auch GHB immer wieder konsumiert. Lachgas wirkt kurzfristig euphorisierend und kann zu Schwindel, Lachreiz, Taubheitsgefühlen und einer veränderten Körperwahrnehmung führen. Bei häufigem Gebrauch drohen jedoch Sauerstoffmangel und Nervenschäden. GHB wirkt stark sedierend und enthemmend und kann Euphorie auslösen. Allerdings können schon kleine Überdosierungen zu Bewusstlosigkeit, Atemdepression und im schlimmsten Fall zum Koma führen.

News

Weiterlesen

„Tanzflächen der Wiedervereinigung”: Open Call zur Feierkultur nach 1989 gestartet

Die Berliner Clubcommission erforscht in einer Ausstellung im Herbst 2026 die Nachtkultur in der Zeit der deutschen Wiedervereinigung. 

„Tanzflächen der Wiedervereinigung”: Open Call zur Feierkultur nach 1989 gestartet

Die Berliner Clubcommission erforscht in einer Ausstellung im Herbst 2026 die Nachtkultur in der Zeit der deutschen Wiedervereinigung. 

Pappel-Beach: Betreiber äußert sich zu Kritik an 24-Stunden-Tekk Rave

Die Event-Location sieht sich nach der Veranstaltung mit Beschwerden von Anwohner:innen konfrontiert – laut Betreiber Florian Seber zu Unrecht.

Richie Hawtin: DJ bringt Drum Machine mit Erica Synths auf den Markt

Das siebenstimmige Gerät namens Bullfrog Drums ist bereits Richie Hawtins zweites Projekt mit der lettischen Firma.

Hannah Laing: Schwere Vorwürfe gegen die Münchner Polizei

Nach einem Festivalauftritt in Riem wurde die DJ von der Polizei abgeführt und ohne Aufklärung und Zustimmung im Intimbereich durchsucht.

Nach Insolvenzverfahren: inMusic übernimmt Native Instruments

Akai, Moog, M-Audio, Alesis, Numark, nun Native Instruments: Der Übernahme-Hunger des US-Musikinstrumente-Herstellers ist nicht zu stoppen.

AMT am Alexanderplatz: Club kündigt Eröffnungstermin an

Das AMT in den S-Bahnbögen setzt auf makellosen Sound in zentraler Lage und versucht ohne nervige Warteschlangen auszukommen.

Erfurt: Einstiges Schauspielhaus verwandelt sich zum KulturQuartier

Erfurts KulturQuartier macht den Rohbau zur Bühne: Rave, Flohmarkt und Tschechow finden im alten Schauspielhaus statt.

Komplete 26: Native Instruments kündigt erweiterte Version von Software-Bundle an

Im März hatte Native Instruments Insolvenz angemeldet. Nun richtet man mit einem Update der beliebten Studio-Suite den Blick in die Zukunft.

EXIT: Festival findet 2026 in Montenegro statt

Nach 25 Jahren musste das EXIT Festival 2025 seine serbische Heimat verlassen. Grund waren Differenzen mit der Regierung.
Die Eventlocation Pappel-Beach bei Halle (Foto: Pappel-Beach)

Pappel-Beach: Betreiber äußert sich zu Kritik an 24-Stunden-Tekk Rave

Die Event-Location sieht sich nach der Veranstaltung mit Beschwerden von Anwohner:innen konfrontiert – laut Betreiber Florian Seber zu Unrecht.
Richie Hawtin preist nicht nur seine Drum Machine, sondern auch seinen Sake an (Foto: Presse)

Richie Hawtin: DJ bringt Drum Machine mit Erica Synths auf den Markt

Das siebenstimmige Gerät namens Bullfrog Drums ist bereits Richie Hawtins zweites Projekt mit der lettischen Firma.
Hannah Laing ist eine der erfolgreichsten schottischen DJs (Foto: Instagram/hannahlaingdj)

Hannah Laing: Schwere Vorwürfe gegen die Münchner Polizei

Nach einem Festivalauftritt in Riem wurde die DJ von der Polizei abgeführt und ohne Aufklärung und Zustimmung im Intimbereich durchsucht.
„Maschine” ist einer der Verkaufsschlager von Native Instruments (Foto: Native Instruments)

Nach Insolvenzverfahren: inMusic übernimmt Native Instruments

Akai, Moog, M-Audio, Alesis, Numark, nun Native Instruments: Der Übernahme-Hunger des US-Musikinstrumente-Herstellers ist nicht zu stoppen.
Die Clubräume des AMT (Foto: Presse)

AMT am Alexanderplatz: Club kündigt Eröffnungstermin an

Das AMT in den S-Bahnbögen setzt auf makellosen Sound in zentraler Lage und versucht ohne nervige Warteschlangen auszukommen.
Das KulturQuartier in Erfurt will auch ein Ort für die elektronische Musikszene sein (Foto: Franky Siegler)

Erfurt: Einstiges Schauspielhaus verwandelt sich zum KulturQuartier

Erfurts KulturQuartier macht den Rohbau zur Bühne: Rave, Flohmarkt und Tschechow finden im alten Schauspielhaus statt.
Native Instruments ist eine feste Größe in der Welt der Musikproduktion (Foto: Native Instruments)

Komplete 26: Native Instruments kündigt erweiterte Version von Software-Bundle an

Im März hatte Native Instruments Insolvenz angemeldet. Nun richtet man mit einem Update der beliebten Studio-Suite den Blick in die Zukunft.
Die Hauptbühne des EXIT in Novi Sad 2023 (Foto: Marko Edge)

EXIT: Festival findet 2026 in Montenegro statt

Nach 25 Jahren musste das EXIT Festival 2025 seine serbische Heimat verlassen. Grund waren Differenzen mit der Regierung.