krakelee: Kollektiv plant neuen Club in Köln

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Das Kollektiv krakelee aus Köln plant einen neuen Club im Stadtteil Mülheim. Nach fünf Jahren intensiver Suche und Gesprächen mit der Stadt konnte nun ein zehnjähriger Mietvertrag für ein leerstehendes Gebäude im Otto-Langen-Quartier abgeschlossen werden. Eine Crowdfunding-Kampagne, mit der man den Clubbetrieb sichern will, hat bisher knapp 60.000 Euro erreicht. Ziel sind 80.000 Euro. Der Club soll nach Umbauarbeiten voraussichtlich im kommenden Jahr eröffnen.

Seit mehreren Jahren veranstaltet krakelee Events in Clubs wie dem Gewölbe oder Odonien. Neben Veranstaltungen in Köln realisierte das Kollektiv auch eine eigene Bühne auf der Nation of Gondwana. „Die Kölner Clublandschaft ist sehr ausgedünnt – und mit ihr die Orte musikalischer Vielfalt. Köln braucht wieder mehr Räume für Subkultur, in denen auch Künstler*innen unabhängig von Followerzahlen eine Bühne bekommen”, erklärt das rund 20-köpfige Team. Ziel sei ein diverses Programm, das sich bewusst gegen die zunehmende Kommerzialisierung stellt und Nachwuchs fördert.

krakelee will den Club als Genossenschaft etablieren. Diese „ermöglicht eine gemeinschaftliche Verantwortung für das, was entsteht”, heißt es in der Kampagne. Die mögliche Teilhabe der Kölner Community sei hierbei entscheidend. Das Team habe sich bewusst gegen die Finanzierung durch einzelne Investoren entschieden, um eigene Moralvorstellungen verwirklichen zu können. Die angepeilten 80.000 Euro aus der Crowdfunding-Kampagne wolle man für Planung und Genehmigungen, bauliche und technische Ausstattung, genossenschaftliche Organisation sowie für finanzielle Rücklagen zur langfristigen Stabilität verwenden.

Das Gebäude im Otto-Langen-Quartier war einst Teil des KHD-Industrieareals und diente als Verwaltungs- und Sozialhaus für die Arbeiter der Maschinenfabrik. Es steht exemplarisch für Mülheims industrielle Vergangenheit, die das Viertel über Jahrzehnte geprägt hat.

Falls ihr das Projekt unterstützen wollt, findet ihr hier weitere Informationen.

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