Witchtek: Italienische Free-Tek-Party kann sich gegen die Polizei durchsetzen

Nach zweijähriger Pause hat Norditaliens bekanntester Free Rave, das Witchtek, zwar erneut stattgefunden, wurde aber massiv von der Polizei behindert. Mehrere tausend Menschen versammelten sich auf dem Gelände des ehemaligen Bugatti-Werks bei Modena. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und versuchte, die Veranstaltung zu beenden – allerdings mit nur begrenztem Erfolg.

Laut Berichten italienischer Medien nahmen rund 5.000 Personen an dem Rave teil. Viele der Feiernden verschanzten sich auf dem Gelände, um das Eindringen der Ordnungskräfte zu verhindern. Besucher:innen berichteten gegenüber der GROOVE, dass das mehrtägige Event trotz der Umstände gut organisiert war.

Die Witchtek in der Nähe vom Modena (Foto: Privat)

Das Witchtek blickt auf eine lange Tradition zurück, die 2022 mit dem Amtsantritt der rechtspopulistischen Regierung Giorgia Melonis ein abruptes Ende gefunden hatte. Kurz nach ihrem Amtsantritt trat ein Dekret in Kraft, das harte Strafen für die Organisation solcher Free Raves vorsieht. Häufig werden dabei ganze Soundsysteme beschlagnahmt, was viele Kollektive abschreckt hat, weiter Partys zu veranstalten.

Grund für das strikte Vorgehen der Behörden ist auch die politische Dimension solcher Veranstaltungen, die auch Ausdruck jugendlicher Gegenkulturen sind.

Die italienische Free-Tek-Party Witchtek (Foto: privat)

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