Mit Movements of the Visionaries ist ein neues Fotobuch über Tangerine Dream erschienen. Der im April veröffentlichte Bildband von Brad Duke versammelt mehr als 480 Farb- und Schwarzweißfotografien aus dem Nachlass des kanadischen Fotografen Marcel Fugère, der die Band Anfang der 1970er-Jahre begleitete. Viele der Aufnahmen waren seit über 50 Jahren nicht öffentlich zugänglich.

Die Bilder wurden erst nach Fugères Tod im Jahr 2015 wiederentdeckt. In seinem umfangreichen Archiv fanden sich zehntausende Fotografien aus den Bereichen Musik, Tanz und Theater, darunter zahlreiche Dokumente aus einer prägenden Phase von Tangerine Dream. Die Aufnahmen zeigen die Gruppe um Edgar Froese bei Konzerten, im Studio und im Alltag – bevor sie mit dem Album Phaedra von 1974 international bekannt wurde.
Der rund 320 Seiten starke Bildband erscheint mit einem Vorwort des ehemaligen Tangerine-Dream-Mitglieds Peter Baumann und kostet 98 Euro. Ein zweiter Band, der sich späteren Jahren der Band widmen soll, ist für 2027 angekündigt.

Tangerine Dream zählen zu den Pionieren elektronischer Musik. Die 1967 in Berlin von Edgar Froese gegründete Band prägte in den 1970er-Jahren den charakteristischen Sound der Berliner Schule und machte elektronische Musik international bekannt. Ihr Einfluss reicht von Ambient über Trance bis hin zur Filmmusik. Auch nach dem Tod Froeses im Jahr 2015 besteht die Band in wechselnder Besetzung fort.







