Die Vienna Club Commission veröffentlicht in Zusammenarbeit mit diversen Awareness-Organisationen eine Mappe zur Orientierung für Awareness-Konzepte im Club- und Veranstaltungsbereich. Sie soll praxisnahe Informationen, Handlungsempfehlungen und Orientierungshilfen für Veranstalter:innen, Clubbetreiber:innen, Awareness-Teams, Sicherheitspersonal und Mitarbeiter:innen bieten. Anlass dafür sind die Beschlüsse des neuen Wiener Veranstaltungsgesetzes, das ab 1. Juli in Kraft tritt.
Konkret gibt die Mappe einen Überblick zu den Grundlagen der Awareness-Arbeit und erklärt die Bedeutung von Awareness im Club- und Veranstaltungs-Kontext. Dabei werden zentrale Prinzipien, Haltungen und Ziele erklärt. Des Weiteren erklärt die VCC, wie Awareness-Maßnahmen im Club konkret zu kommunizieren und umzusetzen sind.
Die Mappe beschreibt sechs konkrete Fallbeispiele für akute Situationen, in denen Awareness-Konzepte zur Anwendung kommen sollten. Der Umgang mit grenzüberschreitendem Verhalten, Sexismus, rassistischen Vorfällen, queerfeindlichen Vorfällen, Barrieren und der Umgang mit Rausch werden behandelt.
Ein weiteres Kapitel widmet sich dem erneuerten Wiener Veranstaltungsgesetz, das im Mai 2025 beschlossen wurde und am 1. Juli dieses Jahres in Kraft tritt. Ein zentraler Bestandteil der Regelung ist die verpflichtende Einbindung von Awareness-Personal bei größeren Veranstaltungen: Ab 300 Besucher:innen muss eine Awareness-Person gestellt werden, ab 600 zwei und ab 1.000 drei. Für jede weiteren 1.000 Gäste ist eine zusätzliche Awareness-Person vorgesehen. Zusätzlich muss ein umfängliches Awareness-Konzept vorgelegt werden. Die Vorgaben greifen, wenn „musikalische Darbietungen stattfinden, es eine Tanzfläche oder Stehplatzbereich vor der Bühne gibt, Alkohol ausgeschenkt wird oder das Ende der Veranstaltung nach 21 Uhr vorgesehen ist.”
Ergänzend dazu hat die VCC in Zusammenarbeit mit der Wiener Magistratsabteilung für Gewerbetechnik, Feuerpolizei und Veranstaltungen sowie dem Frauenservice Wien (MA 57) einen FAQ-Bereich erstellt, der häufige Fragen zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen und zur praktischen Umsetzung von Awareness-Maßnahmen beantwortet.
Die Mappe ist in Zusammenarbeit mit Organisationen und Initiativen im Rahmen der von der Stadt Wien beauftragten und finanzierten Safer-Feiern-Workshopreihe entstanden. Teil davon sind neben anderen das AwA*, Frauen:domäne, Frauenservice Wien, Respect Existence – Rote Karte, ZARA Training, D!SRUPT, PrideBiz, vimö, WASt, checkit!, PsyCare Austria und das Wiener Rote Kreuz.







