Klub Kurt: Bochumer Club muss zehn Monate nach Wiedereröffnung schließen

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Der Bochumer Klub Kurt stellt bereits zehn Monate nach seiner Wiedereröffnung den Betrieb ein. Als Grund nennen die Betreiber ausbleibende Besucher:innen. Die Location war zuvor rund neun Jahre lang unter dem Namen Schumacher Club bekannt. 2025 wurde der Club mit neuem Namen und einem überarbeiteten Konzept als Kurt Klub neu eröffnet. Der Fokus sollte vor allem auf House und Techno liegen. Doch die Auslastung nach dem Neustart blieb offenbar hinter den Erwartungen zurück. Nun findet die letzte Party am 20. Juni statt.

„Wenn dir jedes Wochenende 100 oder 150 Leute fehlen, merkst du das”, sagt Betreiber Daniel Keller gegenüber der WAZ. Man habe deswegen den auslaufenden Mietvertrag nicht weiter verlängert. Steigende Betriebskosten und ein niedriger Verzehr pro Gast kämen erschwerend dazu.

„Ich finde eigentlich, ein Technoclub ist ein Technoclub. Da machst du keine Schülerparty und keine Firmenfeier”, führt Keller weiter aus. Das rechne sich nur leider nicht mehr. Deshalb sei er jetzt auf der Suche nach einem neuen Standort mit geändertem Konzept. Man wolle zukünftig verschiedene Zielgruppen und Veranstaltungsformate bedienen. So seien für das neue Konzept neben klassischen Clubveranstaltungen auch kleinere Konzerte und andere Live-Formate im Gespräch.

Der Betreiber Daniel Keller (mitte) vor dem Eingang des Klub Kurt (Foto: Instagram/_daniel_keller_)

Das Clubsterben ist in den vergangenen Jahren auch in Nordrhein-Westfalen in großes Thema. Ein besonders prominentes Beispiel ist die Schließung des legendären Butan Club in Wuppertal. Der weit über die Region hinaus bekannte Technoclub musste 2018 nach 19 Jahren seinen Betrieb einstellen. Auch dem Wuppertaler U-Club drohte Ende 2025 nach fast 32 Jahren das Aus. Die Schließung konnte jedoch in letzter Minute abgewendet werden: Durch die Umwandlung in einen gemeinnützigen Verein gelang es, den Fortbestand des traditionsreichen Clubs zu sichern.

Nicht nur Clubs und Veranstaltungsorte für elektronische Musik sind betroffen. Ende letzten Monats musste im Kreis Heinsberg die Traditions-Discothek Himmerich nach 75 Jahren schließen. Der Club war seit 1951 in Betrieb, auch hier waren rückläufige Besucherzahlen und gestiegene Betriebskosten ausschlaggebend.

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