Shlømo angezeigt: Hardtechno-DJ werden Vergewaltigung, psychische Gewaltausübung und Todesdrohungen vorgeworfen

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Der französische Hardtechno-DJ Shlømo sieht sich mit einer Strafanzeige konfrontiert. Mutmaßlich werden dem Shaun Baron-Carvais Vergewaltigung, die Ausübung psychischer Gewalt und Todesdrohungen vorgeworfen. Die Anzeige wurde durch die Anwältin Inès Davau von der Pariser Anwaltskammer in Vertretung des mutmaßlichen Opfers am Tribunal judiciaire de Paris gestellt. Das hat das internationale Netzwerk gegen sexualisierte Gewalt, METOODJs, bekannt gegeben. Bis zur Verurteilung gilt auch in diesem Fall die Unschuldvermutung.

„Mit diesem rechtlichen Schritt möchte die Anzeigeerstatterin Gehör finden, die mutmaßlichen Vorfälle von den zuständigen Behörden prüfen lassen und erreichen, dass das Verfahren im Rahmen der geltenden Rechtsordnung seinen ordnungsgemäßen Verlauf nimmt”, heißt es im Statement.

Erst vor kurzem hatte Shlomo in einem Video seine Unschuld in Bezug auf diverse Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs und übergriffigen Verhaltens beteuert. Er entschuldigte sich lediglich für despektierliche Aussagen gegenüber einer Frau im Jahr 2019. Zu der erhobenen Anzeige äußerte sich der Produzent bisher noch nicht.

METOODJS betont zudem, wie wichtig es sei, Vorfälle wie diese zu melden und ohne Angst vor Druck und Einschüchterung Anzeige erstatten zu können. Gleichzeitig kündigt die Initiative an, Betroffene weiterhin zu begleiten und bei Bedarf den Kontakt zu juristischen Fachkräften, psychologischen Beratungsstellen oder spezialisierten Hilfsorganisationen zu vermitteln.

Das Netzwerk  hatte sich im Zuge des Hardtechno-Callouts als unabhängiges Netzwerk zur Unterstützung von Betroffenen sexueller und sexualisierter Gewalt in der elektronischen Musik-Szene gegründet. METOODJs veröffentlicht unter anderem Aufrufe zur Identifizierung potenzieller Betroffener von Übergriffen durch DJs. Dabei werden halb anonymisierte Beschreibungen der betreffenden DJs geteilt, in denen vor allem charakteristische Merkmale zur Wiedererkennung genannt werden. Ziel ist es, mögliche weitere Betroffene zu erreichen und Hinweise zusammenzutragen. 

Unsere Berichterstattung zum Hardtechno-Callout findet ihr hier.

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