C115, AMT, Krannok, Sensorium – in Berlin eröffnet zur Zeit eine ganze Reihe neuer Clubs. Dazu gesellt sich der Lost Loft in Marienfelde am Südrand von Berlin.
Die neue Venue befindet sich im MoMa5, einem Areal mit „White-Cube- und Off-Space-Räumen, Ateliers, Studios, Tanz- und Designflächen”, wie es auf deren Website heißt – Teil dieser Familie von Kulturorten ist auch der Lost Loft. Mitbetreiber Sebastian Schroeder gibt einen exklusiven Einblick in sein Projekt.
Wie groß ist der Club, wie viele Leute passen rein, wie viele Floors habt ihr? Was für eine Anlage nutzt ihr?
Der Space ist bewusst intim gehalten und fasst aktuell etwa 250 Personen. Es gibt einen zentralen Floor mit dem Fokus auf ein immersives Sound- und Lichterlebnis. Die Anlage ist clubtauglich ausgelegt und wird je nach Veranstaltung weiter ausgebaut und angepasst.

Wir werden im Laufe der kommenden Monate sukzessive erweitern, sodass es bis zu drei Floors geben wird. Außerdem gibt es einen Dark Room bzw. Light Room, in dem ein intimes Ambiente herrscht. Eine Hälfte ist rough, kinky und dunkel, die andere in weiß gehalten – romantisch verspielt mit virtuellem Kamin und Kerzenständern.
Wie oft finden Events statt? Macht ihr nur eigene oder auch Fremdveranstaltungen?
Geplant sind aktuell regelmäßige eigene Veranstaltungen unter dem LOST-Format. Langfristig ist der Space aber auch offen für kuratierte Fremdveranstaltungen, sofern sie inhaltlich zum Konzept passen.

Wer wird auflegen? Bucht Ihr auch stadtbekannte bzw. überregional bekannte DJs?
Der Fokus liegt auf einer Mischung aus aufstrebenden Artists und ausgewählten, bereits etablierten DJs aus der Berliner und überregionalen Szene. Wir möchten bewusst neue Energie reinbringen, ohne den Bezug zur bestehenden Szene zu verlieren.

Könnt Ihr bitte noch was zu Eurer Geschichte sagen?
Das Projekt entsteht aus der langjährigen Praxis im Bereich Musikproduktion, DJing und Eventorganisation sowie dem Aufbau des eigenen Labels Wellenfarm. Der Ansatz war von Anfang an, einen Raum zu schaffen, der näher an der eigentlichen Idee von Clubkultur ist: weniger Oberfläche, mehr Substanz.
Warum nennt ihr eurem Club Techno-Tempel?
Der Begriff ist bewusst gewählt. Es geht nicht um religiöse Aufladung, sondern um die Idee eines geschützten Raums, in dem Musik, Konzentration und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt stehen – mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und Tiefe, die man im klassischen Clubkontext oft vermisst.







