Humboldthain: Luxemburger Investor bedroht Berliner Club

Der Humboldthain Club in Berlin-Wedding wird von einem Bauprojekt bedroht. Auf einem Nachbargrundstück will ein Investor aus Luxemburg rund 120 Mikroapartments bauen. Damit droht ein Nutzungskonflikt zwischen Wohnen und Nachtkultur: Lärmbeschwerden und behördlicher Druck könnten den Club verdrängen. Der Betreiber des Humboldthains, Ludwig Eben, hat deshalb eine Change.org-Petition gestartet. Darin fordert er unter anderem, das Bauvorhaben zu stoppen und den Club zu schützen.

Das Grundstück in der Hochstraße 46 ist derzeit als Gewerbegebiet ausgewiesen, eine Wohnnutzung wäre rechtlich nicht zulässig. Eben argumentiert, dass Begriffe wie „gewerbliches Wohnen” hier dazu dienen könnten, rechtliche Vorgaben zu umgehen und die Clubkultur zu gefährden. Außerdem warnt der Clubbetreiber, dass die Wohnbebauung Beschwerden über nächtlichen Lärm nach sich ziehen könnte, die den Club bedrohen.

Der Humboldthain Club am S-Bahnhof Humboldthain ist seit seiner Eröffnung 2013 ein fester Bestandteil der elektronischen Musik-Szene im Wedding und gilt als einer der letzten Techno- und House-Spots nach der Schließung von Läden wie Brunnen70 oder Stattbad. Programmatisch setzt der Humboldthain Club auf ein offenes, genreübergreifendes Booking, getragen von lokalen Kollektiven, Resident-DJs und regelmäßig kuratierten Open-Decks-Formaten.

Bisher haben über 2.200 Menschen die Petition „Rettet den Humboldthain Club” unterschrieben. Wenn ihr den Club im Wedding unterstützen möchtet, könnt ihr das hier tun.

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