Das Gedenken an die Opfer der Massenpanik bei der Loveparade 2010 steht vor Veränderungen. So wird die Arbeit der Stiftung Duisburg 24.7.2010 beendet. Diese hat Angehörige und Betroffene betreut und wird Ende des Jahres planmäßig aufgelöst. Zum letzten Mal findet in diesem Jahr die „Nacht der 1000 Lichter” statt, bei der am Vorabend des Jahrestags Kerzen am Unglücksort angezündet werden.
Andere Gedenkveranstaltungen im Rahmen des Jahrestags werden in Zukunft von der Stadt Duisburg veranstaltet. Dazu gehört der jährliche nicht-öffentliche Gedenkgottesdienst für Hinterbliebene in der Salvatorkirche, dessen Zukunft bis 2029 gesichert ist. Zur Veranstaltung kommen auch Angehörige aus dem Ausland, unter anderem China, Australien oder Spanien, finanziert von der Stadt. Die Gedenkstätte am Unglücksort an der Karl-Lehr-Straße bleibt auch bestehen. Hier soll in den nächsten Jahren ein Neubaugebiet entstehen, das allerdings keinen Einfluss auf die Existenz der Gedenkstätte haben soll.
Bei der Loveparade starben am 25. Juli 2010 wegen einer Massenpanik 21 Menschen, über 600 Personen wurden verletzt. Grund dafür waren fehlerhafte Planungen an den Zugangstunneln sowie ein zu kleines Veranstaltungsgelände. In der Folge kam es zu einem der aufwendigsten Prozesse im Nachkriegsdeutschland: Zehn Personen aus den Reihen des Veranstalters und aus der Stadtverwaltung wurden angeklagt. Nach 184 Prozesstagen endete der Prozess 2020 ohne Urteil, weil 2 Schuld der einzelnen Angeklagten als gering eingeschätzt wurde. Veranstalter und McFit-Betreiber Rainer Schaller stand bis zu seinem Tod im Schatten des Unglücks.







