London: Notting Hill Carnival ist gerettet

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Der Notting Hill Carnival 2025 kann wie geplant stattfinden: Nach anhaltenden Appellen der Veranstalter:innen konnte kurzfristig eine Finanzierung in Höhe von 958.000 Pfund gesichert werden. Das Geld kommt vom Bürgermeister und den Stadträten von Kensington, Chelsea Council sowie Westminster. Das Budget soll in erster Linie zusätzliche Sicherheits- und Infrastrukturmaßnahmen ermöglichen.

Erst im Juni hatte Ian Comfort, Vorsitzender des Notting Hill Carnival Trust, in einem Brief an Kulturministerin Lisa Nandy eindringlich um staatliche Unterstützung gebeten. Hintergrund war ein Bericht des London Assembly Police and Crime Committee, der wegen der wachsenden Besucher:innenzahlen dringend zu strukturellen Reformen geraten hatte, um so ein „Mass Casualty Event” zu verhindern. Bereits jetzt zählt der Carnival zu den größten Straßenfesten Europas.

„Die finanzielle Unterstützung kommt in letzter Minute, aber sie ist absolut notwendig und sehr willkommen”, so Comfort gegenüber der Presse. „Sie bestätigt die zentrale Bedeutung des Notting Hill Carnival für die kulturelle Identität Londons und für das kreative und wirtschaftliche Leben der ganzen Nation.”

Das Geld fließt laut Comfort unter anderem in Crowd Management und Sicherheitskonzepte, um Polizeiressourcen zu entlasten und das Gelände für Performer:innen wie Besucher:innen sicherer zu gestalten. Die Finanzierung durch die kommunalen Stellen sei notwendig geworden, weil es vom Arts Council oder der britischen Zentralregierung bislang keine strukturelle Förderung für das Straßenfestival gegeben habe, trotz seiner kulturellen und ökonomischen Bedeutung.

Kim Taylor-Smith, stellvertretender Vorsitzender des Kensington & Chelsea Council, betonte jedoch, dass es sich um eine einmalige Zahlung handle: Angesichts eines Haushaltslochs von 80 Millionen Pfund sei eine Wiederholung 2026 unwahrscheinlich.

Der Notting Hill Carnival hat seinen Ursprung in den Fünfzigern, als viele Einwanderer aus der Karibik nach London kamen und ihre Musik und Traditionen mitbrachten. Das erste Straßenfest fand 1966 statt und wurde von einer Steelband angeführt, die eine große Menschenmenge anzog.

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