Rote Sonne: Drogenrazzia und Ermittlungen gegen Clubbetreiber

Bei einer Drogenrazzia im Münchner Club Rote Sonne am vergangenen Wochenende wurden 20 Personen vorübergehend festgenommen. Ihnen wird der Besitz von Betäubungsmittel, unter anderem Kokain und Amphetamin, vorgeworfen. Nach der Feststellung der Personalien durften alle betroffenen Personen gehen. Ihnen drohen nun Geld- oder Freiheitsstrafen auf Grundlage des Betäubungsmittelgesetzes.

Grund für die Razzia, an der rund 100 Polizist:innen beteiligt waren, ist ein Ermittlungsverfahren gegen den Clubbetreiber. Auf GROOVE-Anfrage erklärte die Staatsanwaltschaft München I, dass „der Beschuldigte durch ein Unterlassen anderen eine Gelegenheit zum unbefugten Erwerb oder zur unbefugten Abgabe von Betäubungsmitteln verschafft oder gewährt hat”.

Auf diesen Verdacht hin sei im April ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss erwirkt worden, der mit der Razzia in der Nacht zum Samstag vollzogen wurde. Die weiteren Ermittlungen zum Sachverhalt dauern an. Der Clubbetreiber der Roten Sonne wollte sich auf unsere Anfrage nicht öffentlich äußern. Auf Instagram schreibt der Club, dass sie verstehen, dass die Razzia für manche verstörend gewesen sein könnte. Es wurde außerdem eine Mailadresse eingerichtet, an die sich Betroffene wenden können.

Die Rote Sonne ist ein etablierter Techno-Club in München, der sich seit seiner Gründung 2005 als zentraler Bestandteil der elektronischen Musikkultur der Stadt positioniert hat. Der Club ist bekannt für seine fokussierte Musikauswahl, die von House über Techno bis zu angrenzenden Stilen reicht, präsentiert von nationalen und internationalen DJs.

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