Köln: Türsteher zu acht Jahren Haft und 500.000 Euro Geldstrafe verurteilt

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Ein Türsteher des Kölner Clubs Venus Celler hatte im Februar des vergangenen Jahres einen 32-jährigen Mann schwer verletzt. Nun wurde er vom Kölner Landgericht zu acht Jahren Haft und einer halben Million Euro Schmerzensgeld verurteilt.

Das spätere Opfer sprühte zuvor Reizgas auf eine Gruppe Männer im Eingangsbereichs des Clubs, zu der auch der Täter gehörte. Der 34-jährige Türsteher reagierte mit einem brutalen Angriff auf das Opfer.

Der Angeklagte soll den Mann verfolgt und daraufhin zu Boden gebracht haben. Er schlug ihm mit der Faust mehrfach kräftig ins Gesicht und trat gezielt gegen den Kopf des Mannes. Der Täter hatte zuvor seine letzte Schicht als Türsteher im Venus Celler beendet und wollte das Ende seiner Tätigkeit in dem Club feiern.

Die Attacke hatte zur Folge, dass das Opfer mehrfache Knochenfrakturen und eine schwere Schädigung des Gehirns erlitt. Nach Angaben der Sanitäter war das Opfer sogar kurzzeitig tot und musste reanimiert werden. Das Opfer lag drei Monate auf der Intensivstation. Der Mann ist sowohl physisch als auch psychisch so stark beeinträchtigt, dass er kein eigenständiges Leben mehr führen kann. So sei er sich nur bedingt darüber im Klaren, wer er ist. Auch habe er Probleme mit der zeitlichen und räumlichen Orientierung.

Der Club äußerte sich bislang nicht zum Vorfall. Ebenfalls gibt es Vorwürfe gegen eine Mitbetreiberin des Clubs, die wegen Strafvereitelung angeklagt wurde. Sie soll gegenüber der Polizei falsche Angaben gemacht haben. Wann es zu den Verhandlungen kommt, steht bisher nicht fest.

Für das Gericht muss sich der Angeklagte über die Folgen im Klaren gewesen sein. Das Opfer hätte sterben können. Bei der Verhandlung entschuldigte sich der Täter bei der Familie des Opfers. Das Opfer konnte aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht an den Verhandlungen teilnehmen.

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