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Wegen dem Coronavirus mussten bereits zahlreiche Events und Festivals in Asien abgesagt werden, darunter das Sónar Hong Kong – die GROOVE berichtete. Während sich Sars-CoV-2 immer weiter in Europa ausbreitet, bleibt auch die hiesige Szene nicht verschont.

So erließ die Schweizer Regierung am Freitagmorgen ein Verbot für Veranstaltungen ab 1000 Personen bis mindestens zum 15. März 2020. Neben Großevents wie der Basler Fasnacht, dem Genfer Autosalon und Sportveranstaltungen sind auch Schweizer Clubs betroffen. So hat der Clubbetrieb des Kaufleuten in Zürich mit Einschränkungen zu kämpfen – ab 999 Gästen ist Einlassstopp. Events hätten noch keine abgesagt werden müssen, so der stellvertretende Club-Chef Marco De Rosa gegenüber der GROOVE: „Wir müssen uns an die Vorgaben des Kantons und Bundes halten. Ich glaube, wir alle können die Situation selbst schlecht beurteilen, da wir keine Spezialist*innen sind. Klar haben wir zu kämpfen, hoffen aber darauf, dass der Virus bald vorbei ist.”

Auch der kleinere Züricher Club Zukunft nimmt die Situation ernst. Dominik André, Promoter, DJ und GROOVE-Autor am Freitagnachmittag: „Die Zukunft bleibt heute offen. Das kann sich aber jederzeit ändern. Wir beobachten die Lage.”

In der Schweiz sind 15 Personen am Virus erkrankt, über 500 Menschen werden darauf getestet. Ein entsprechendes Verbot für Deutschland würde die temporäre Schließung oder einen eingeschränkten Club-Betrieb von beliebten Locations wie dem Berghain oder der Griessmuehle bedeuten. Bislang ist keine Rede davon – bisher wurden die Waffenmesse IWA in Nürnberg, die Eisenwarenmesse in Köln, die Billard-WM in Viersen und das German Open im Badminton in Mülheim an der Ruhr abgesagt, die weltgrößte Tourismusmesse ITB Berlin und Leipziger Buchmesse könnten bald folgen. Trotzdem bekommen zahlreiche Veranstalter*innen langsam kalte Füße. Der Aktienkurs des Tickethändlers Eventim fiel innerhalb einer Woche um 20 Prozent. Wir halten euch auf dem Laufenden.