Menschen tragen Atemschutzmasken nach Ausbruch des Coronavirus (Foto: Unsplash)

Mehr als 80.000 Infektionen weltweit hat das neuartige Virus Sars-CoV-2 zu verantworten, ungefähr 2.700 davon endeten bisher tödlich. Die Genesungsrate ist hoch – mehr als 30.000 Menschen sind mittlerweile wieder gesund. Trotzdem breitet sich die Panik weiter aus, mit Auswirkungen auf Wirtschaft, Infrastruktur und Reisebereitschaft.

Besonders in Asien ist die Situation heikel: China stellt ganze Städte unter Quarantäne, Hongkong riegelte Anfang des Monats einen Großteil der Grenzübergänge zu China ab, um die Stadt vor weiteren Neuinfektionen zu schützen. In Japan wurde ein Kreuzfahrtschiff mit Infizierten vor der Küste unter Quarantäne gestellt, um die Übertragung auf dem Festland zu verhindern und auch im Iran, in Südamerika und Europa sind mittlerweile Fälle zu verorten. Unklar ist allerdings die Dunkelziffer der Erkrankten – da das Virus je nach Krankheitsverlauf leichte bis gar keine Symptome zeigt, ist der genaue Stand der Ausbreitung schwierig zu bestimmen.

Die hohe Ansteckungsrate des Virus, Reisewarnungen und Quarantänemaßnahmen sowie Einschränkungen in der nationalen und internationalen Infrastruktur haben Einfluss auf verschiedene Wirtschaftssektoren. Auch die Musikindustrie kämpft mit den Auswirkungen: Nachdem Regierungen in Asien dazu aufgerufen haben, größere Events und Festivals abzusagen oder zu verschieben, haben Promoter und Veranstalter entsprechend reagiert.

Pressemitteilung des Sónar Hong Kong

Neben der temporären Schließung von Clubs und abgesagten Veranstaltungen wird nun auch das Sónar Hong Kong verschoben. Ursprünglich angesetzt für den 28. März, wird das Festival nun auf ein noch unbekanntes Datum in der Zukunft verlegt. Die erworbenen Tickets bleiben weiterhin gültig und gibt es die Option auf eine vollständige Rückerstattung des Kaufpreises. Clubs und Veranstaltungen in Asien sind außerdem betroffen von der fehlenden Reisebereitschaft einiger internationaler Künstler.

Festivals und Clubs in Europa haben bislang noch nicht auf die Auswirkungen des Virus reagiert.