Was mich zum DJ gemacht hat: Unterbewusste Utopien des Lebenerhalts durch Musik, Trotskys geheimer Plan eines inklusiven Nachtlebens oder doch einfach der Spaß an Ewans Turntables im Zimmer meines Schulfreundes.

Mein erstes DJ-Set: war 2008 mit viel Deep-House von Quintessentials, Drumpoet, MorrisAudio, Kris Wadsworth, Brothers Vibe oder Anton Zap – eine Richtung, die damals wohl in seiner Blütezeit war. Die darauffolgenden 10 Jahre würde ich mir noch etliche Genres, Denksysteme, Referenzen und Lebensweisen an- und enteignen.

Ich lege auf mit:  Vinyl, Vinyl-Dubplates, USB-Sticks, HDDs, Serato (für HipHop-Gigs).

Ein guter DJ ist für mich jemand, der den kuratorischen Aspekt des Auflegens nie aus den Augen verliert. Ich sehe da viele Analogien zum Kuratieren in Kunsträumen; sei es die Suche nach Songs/Künstlern, die Aufbereitung, den edukatorischen Aspekt und schlussendlich die Platzierung/Mixing in einem Set/Raum. Der grösste Unterschied ist, das Teile des kuratorischen Prozesses in einem Klubbraum einem unmittelbaren Feedback des Publikums gegenüber stehen.

Durch das Kuratieren des Offspace Mikro habe ich gelernt, dass man neue Rahmenbedingungen ausprobieren muss, welche unter anderem Inklusivität, Transdisziplinarität fördern und dadurch eine fragmentierte Linke defragmentieren. Wir müssen neue Orte schaffen, abseits von Klubs und Gallerien, die eine soziale Vorreiterfunktion einnehmen und Heterotopien manifestieren.

Wenn ich nicht gerade hinter den Decks stehe, dann leite das Plattenlabel Les Points, plane den Labellaunch von „Gentrified Underground“ (einem transdisziplinären Plattenlabel zusammen mit Marc Hunziker), studiere im Master of Fine Arts in Zürich, stelle ab und zu aus, kaufe Schallplatten ein für Sihl Records Zürich, produziere eigensinnige Musik, bin bei Plattensammlern oder auf Internetportalen wie Discogs.

Meine zwei Secret Weapons:
Dimension – „Flatline“
Code Industry – „Grey“




Stream: Nicola Kazimir – Am Deck 41

01. Duotonic Synterror – Fanfare
02. The Magits – Detached
03. Sleepchamber – The Beast
04. S.Y.P.H. – Klammheimlich
05. Viscera – Silent Friend
06. CHBB – Mau-Mau
07. Richard H. Kirk – Magic Words Command
08. Clock DVA – Sigma 7
09. Scarecrow – R.O.E.
10. Chrismar Chayell – Don’t even think about it
11. Carlos Peron – Arty Party
12. Richard H. Kirk – This is the H-Bomb Sound
13. Flash Zero – Trans-mission
14. Code Industry – Grey
15. The Pro 24’S – Technotronic (Techno Mix)
16. Psychic TV – Money For E.. (Remix by Dave Ball)
17. Lagowski – Time
18. Walid –  Luciferian Apotheca (The Magus) 
19. Nicola Kazimir – Accumulation Alienation Appropriation Accleration Accusation
20. Savage Ground – Der letzte Schrei sein
21. Martial Canterel – Pericles
22. L’Avis G821 – Bat’flai
23. L’Aventure Imaginaire – Athen
24. Velodrome – Au Velodrome 141
25. Analyse Logique – One Touch
26. Tito Turbina Tastierista Futurista – Turnover
27. Andi Arroganti – Kleiner Armer Junge
28. Sugalo – Heiliger Vater Staat
29. Ohne Untertitel – Kraft und Mut
30. Commanding Language – Einsamkeit (Peter Alexander Mix)
31. Megabeat – Paradise
32. Paul Nagle – The Ultiman
33. Fauli – A5
34. Yoran – Je derve avec l’áir

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