Was mich zum DJ gemacht hat: Es war nie mein größter Wunsch, DJ zu werden. Ich habe mich, seitdem ich denken kann, immer wahnsinnig für alle Arten von Musik interessiert, habe Tage und Nächte damit verbracht, tolle und ausgefallene Stücke zu suchen und zu finden. Bis dann jemand meinte: „Das geht so nicht weiter, du musst das endlich mit anderen Menschen teilen!“ – und mich ins kalte Wasser geschmissen hat. Habe noch am gleichen Abend aufgelegt und seitdem ist es meine größte Leidenschaft.

Ich lege auf mit: entweder mit Platten oder Digital mit USB-Sticks. Eigentlich ist das Medium jedoch zweitrangig, nicht wahr?

Mein erstes DJ-Set war: Absurderweise mit dem schlimmsten DJ-Namen der Welt als „DJ-Internesther“ im alten Stadt Venlo in Köln. Als zu der Zeit das Musikfernsehen langsam zu verschwinden drohte, fand ich es unfassbar schade, dass die ganzen tollen Musikvideos in Vergessenheit geraten würden. Habe daher einen Abend veranstaltet, wo man zu der Musik mit Hilfe des Internets und eines Beamers auch die dazugehörigen Clips sehen konnte.

Was für mich einen guten DJ ausmacht: Jeder DJ, der sich auf gleichem Energie- und Egolevel wie sein Publikum sieht und fühlt, ist für mich ein großartiger DJ.

Durch meine Residency im Reineke Fuchs (Köln) habe ich gelernt, wie wichtig es ist, immer wieder innezuhalten und sich bewusst zu machen, welchen Weg man wählen möchte – musikalisch als auch energetisch. Es war interessant, aufregend und – eine gute Mischung, um voranzukommen!

Wenn ich nicht gerade hinter den Decks stehe, dann: unterrichte ich Yoga. Ziemliches Klischee, I know. Beides ergänzt sich jedoch wunderbar!

Meine zwei Secret Weapons: 
Madbeat – „Love Don’t Live Here Anymore“
Charlie – „Spacer Woman“


 

Wie hast du die Stücke ausgesucht?
Mein roter Faden war der kleine Texteinspieler am Anfang des Sets. Danach hat sich alles gerichtet.

Hattest du ein bestimmtes Konzept im Kopf?
Ich hatte eine Inspiration im Kopf: Call Me By Your Name, der absolut grossartige neue Film von Luca Guadagnino.

Was geht dir leichter von der Hand: Mix zu Hause oder Set im Club?
Set im Club! Dort bin ich kreativer und spontaner.

Wo und wie hast du den Mix aufgenommen?
Den Mix habe ich gerade auf meiner Reise in Mexiko aufgenommen. Mit Kokosnüssen und Sonne en Masse.



Stream: Esther Silex – Am Deck 37

01. ESTHER SILEX – UNRELEASED
02. BUTCH, C. VOGT – BLISS (REPRISE)
03. ANII – CYGANKA
04. MICHELLE GUREVICH – AVIVA
05. PET SHOP BOYS – WEST END GIRLS ( THE SHEP PETTIBONE MASTER MIX)
06. MARQUIS HAWKES – THE BASEMENT IS BURNING
07. ISOLEE – PISCO
08. MATT KARMIL – MEG
09. DAPHNI – TIN
10. SILICONE SOUL – RIGHT ON RIGHT ON
11. ACID PAULI – AYAM (RED AXES RMX)
12. UPERCENT – TIRANT LO BLANC
13. BICEP – METRO
14. SOUKIE & WINDISH – SLEEPWALKING BASICS

Vorheriger ArtikelBrian Eno: Der Zauberer mit den einfachen Kartentricks
Nächster ArtikelRoman Flügel: Trackpremiere von “Another Love Dance”