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SQUAREPUSHER Just a Souvenir (Warp)

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Gäbe es so etwas wie eine gefühlte Albumzeit, würde das letzte Werk von Tom Jenkinson alias Squarepusher etwa ein Jahrzehnt zurückliegen. Liegt es an der Implosion der Musikindustrie, seiner Abwesenheit bei DJ-Gigs oder Liveauftritten? Sein letztes Album Hello Everything liegt laut Kalender gerade mal zwei Jahre zurück, und doch sind die Erinnerungen daran nur lückenhaft. Und der Anfang seines neuen Albums irritiert auch gleich mal. „Star Time 2“ klingt wie eine Kreuzung auf Fahrstuhl-Drum’n’Bass und Weichspüler-Loungejazz. Ironische Selbstauskunft? Auch bei „A Real Women“ fragt man sich, welchen Slapstick-Frosch Jenkinson da geschluckt hat. Bei „Delta-V“, „Planet Gear“ oder dem episch langen „A Glass Road“ flirtet er dann in seiner speziellen Art mit Rockriffs, die in einem Orkan von Drums gefangen sind. Doch auch bis hierhin weiß man nicht, ob das alles überzeugen kann oder ob man selbst einfach nur einen anderen Squarepusher in Erinnerung hat. Der kommt dann am Ende bei „Quadrature“ heraus, einen eher ruhigen Gitarrennummer, die aber trotzdem nach Absinth oder Meskalin riecht. Bleibt die Frage, wohin es mit Squarepusher geht. Vielleicht verrät es erst das nächste Album.

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