Das CTM Festival, Berlins führende Plattform für avancierte elektronische Musik und verwandte Kunstformen, zeigt sich auch auf der spätsommerlichen Berlin Music Week. Zum Engagement zählen etwa Vorträge und Panels zu den Themen Musik, Kunst und Geschäft unter dem Label Denkfabrik. Vor allem aber veranstalten das CTM und die weiteren Partner der International Cities Of Advanced Sound in diesem Jahr zum zweiten Mal das Festival ICAS Suite. Vom 5. bis 8. September zirkulieren entlang der berüchtigten Kottbusser Tor-Achse inmitten Kreuzbergs die Diskurse mit großem D, verlautbaren sich die Bekenntnisse zum Non-Konformismus, schlendern Blue Jeans und Coco Chanels Kleines Schwarzes in intellektueller Eintracht die Kreuzberger Boulevards à la Skalitzer oder Reichenberger Straße entlang.

 

Am Mittwoch, den 5. September, beginnt das Programm im Festsaal Kreuzberg mit Auftritten der Hiphop-Dragqueen Mykki Blanco und des US-Produzenten Physical Therapy, der seine Musik als „futuristischen 3-step, Dream House und Drum’n’Space“ beschreibt, begleitet von DJ-Sets der Spex-Kollegen Thomas Vorreyer und Jan Wehn. Im benachbarten Monarch steht der Abend im Zeichen verschiedener Bassmusik-Varianten, wie etwa der wahnsinnigen Grime-Wonky-Bubbling-Mischung des Niederländers Krampfhaft oder den rasenden Footwork-Beats des Chicagoer Dance-Mania-Veteranen Traxman (im Bild links).

 

Zu den Highlights des zweiten Festivaltages zählt am 6. September der Auftritt der First Lady des Londoner Hyperdub-Labels, Cooly G (Bild rechts), die im Festsaal Kreuzberg ihre deepe, an UK Funky geschulte, Interpretation von House zum besten gibt. Ihr zur Seite stehen unter anderem der IDM-Altmeister Clark und die Bassmusik/Vogue-House-Jungspunde Nguzunguzu. Im Monarch gastiert zur gleichen Zeit der belgische House- und Techno-Nachwuchs mit Ssaliva, Cupp Cave und anderen, während in der Paloma Bar das Groove-Soundsystem (bestehend aus Magazinredakteur Sascha Uhlig, Online-Redakteur und „Mehr Bass!“-Kolumnist Daniel Fersch und Grafiker Marco Heinzmann) zur stilistisch vielfältigen Rave-Abfahrt lädt.

 

Samstag, der 7. September, steht im Zeichen zweier Länder-Showcases: Ins West Germany bringt das Budapester UH Fest eine ganze Busladung ungarischer Techno-Künstler wie Splatter, Serotonin Sunshine oder Gábor Lázár mit, während das SOCO Festival aus Montevideo in der Paloma Bar einen Überblick über die uruguyanische House-Szene bietet. Im Monarch gesellen sich zu DJ Maxximus die drei französischen Bassmusik-Emissäre Likhan, 123 MRK und L’amateur. Im Festsaal Kreuzberg wird schließlich eines der seltenen Livesets von Pantha du Prince (Bild) zu bewundern sein, ergänzt durch das französische Brüderpaar Spitzer und andere.

 

Am Samstag, den 8. September, beginnt das Festival mit einem Auswärtsspiel im Prinzessinnengarten am Moritzplatz, wo ab 18 Uhr unter anderem Doug Shipton vom britischen Reissue-Label Finders Keepers auflegt. Shipton ist später noch einmal zu hören, wenn sich im Monarch die Spezialisten-Labels und -Blogs Awesome Tapes From Africa, Cartilage Consortium und eben Finders Keepers treffen. Eklektische House- und Techno-Kost wird dagegen im Festsaal Kreuzberg geboten – mit Auftritten von Morphosis (Bild) und Nicholas Desamory.

 

Wir verlosen 2 Festivalpässe für die ICAS Suite unter allen, die uns bis Montag, den 3. September eine Mail mit dem Betreff ICAS schicken!