Der französische DJ und Producer Kavinsky wurde am gestrigen Dienstagabend im Alter von 50 Jahren tot in seiner Pariser Wohnung aufgefunden, wie verschiedene französische Medien übereinstimmend berichten. Als Todesursache vermutet die Polizei einen Schlaganfall.
Wie etwa auch Daft Punk gilt Kavinsky, bürgerlich Vincent Belorgey, als Vertreter des French Touch. Einem weltweiten Publikum wurde er als Produzent des Titelsongs des Neo-Noir-Films Drive mit Ryan Gosling in der Hauptrolle bekannt – „Nightcall” ermöglichte Belorgey weltweite Tourneen, der großformatige, szenische Sound des Tracks mit üppigem Effekteinsatz zeichnete sein Schaffen aus.
Dass das Projekt Kavinsky für die große Bühne gemacht war, zeigte auch die Endzeremonie der Olympischen Spiele 2024 in Paris. Dort trat Belorgey mit der Band Phoenix und der Sängerin Angéle abermals mit seinem größten Hit auf.
Sein Alter Ego hob der französische Künstler bereits 2005 aus der Taufe und produzierte erste EPs, deren Synthwave-Ästhetik von Anfang an kinetisches Potenzial innehatte. Dass seine Musik für einen rastlosen Protagonisten und sein Auto wie maßgeschneidert war, verdeutlichen Tracknamen wie „Testarossa Autodrive” oder „The Crash”. Auf der „Alive”-Tour trat Kavinsky an der Seite von Daft Punk auf.
2013 erschien sein Debütalbum Outrun, dessen Track „Odd Look” später eine Version mit dem kanadischen Rapper The Weeknd spendiert bekam, 2022 seine zweite LP Reborn. Auf beiden blieb er seinem Stil kompromisslos treu: große Emotionen mit Überwältigungspotenzial für die größten Anlässe – und endlose Straßen.







