Im September 2026 eröffnet im Hamburger Bahnhof die Ausstellung „Ryuichi Sakamoto. seeing sound, hearing time”. Die Schau in der Berliner „Nationalgalerie der Gegenwart” findet im Rahmen der Berlin Art Week statt und ist die erste umfassende Ausstellung des japanischen Komponisten und Künstlers in Europa. Im Winter 2024/2025 war sie im Museum of Contemporary Art in Tokyo zu sehen.
Gezeigt werden Installationen und Klangarbeiten aus den 2000er-Jahren, die Sakamotos interdisziplinären Ansatz zwischen elektronischer Musik, Film, Performance und bildender Kunst verdeutlichen. In den Rieckhallen werden insgesamt sieben Werke in fünf raumgreifenden Installationen präsentiert. Darunter befinden sich auch Kooperationen mit Shiro Takatani, dem Klang- und Installationskünstler Carsten Nicolai und dem Filmemacher Apichatpong Weerasethakul.
Ryuichi Sakamoto wurde international bekannt durch sein Album Thousand Knives sowie als Mitbegründer der Elektronik- und Synth-Pop-Gruppe Yellow Magic Orchestra. Sein Werk umfasst neben Pop- und klassischer Musik auch Opern sowie rund 45 Film- und Fernsehsoundtracks, für die er unter anderem mit einem Oscar, Golden Globe und Grammy ausgezeichnet wurde.
Parallel zu seiner künstlerischen Arbeit war Sakamoto regelmäßig in internationalen Ausstellungskontexten vertreten und engagierte sich über Jahrzehnte für Umwelt- und Friedensinitiativen. Er verstarb 2023 im Alter von 71 Jahren.
Die Ausstellung läuft vom 11. September 2026 bis zum 23. Mai 2027 im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.








