Der öffentliche Rettungsdienst auf Ibiza steht kurz vor dem Kollaps. Etwa ein Drittel aller Notrufe auf der Insel seien auf Drogen- oder Alkoholkonsum in Clubs zurückzuführen, so USAE, eine spanische Gewerkschaft für Rettungskräfte.
Die Clubs sollen selbst Verantwortung übernehmen und private Sanitätsdienste engagieren, fordert deshalb USAE-Präsident José Manuel Maroto. „Es ist unvorstellbar, dass Unternehmen mit Millioneneinnahmen nicht in der Lage sind, einen Service zu stellen, der unsere öffentlichen Rettungsdienste nicht auf Kosten der lokalen Bevölkerung überlastet”, so Maroto. Zwar seien Clubs verpflichtet, medizinisches Personal zu beschäftigen, nicht aber Rettungswagen, deren Kosten derzeit komplett vom öffentlichen Gesundheitssystem getragen werden.
Laut Maroto greife derzeit nur ein einziger der großen Clubs, das DC-10, auf einen privaten Rettungsdienst zurück. „Wir alle zahlen für die Einsätze dieser Firmen, die Milliarden verdienen”, so Maroto. „Das ist auf Dauer nicht tragbar.”







