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„Von Schlager bis Techno”: Niedersächsische Disco landet im Museum

Im niedersächsischen Museumsdorf Cloppenburg findet aktuell die Ausstellung „Von Schlager bis Techno” statt. Sie widmet sich den vielschichtigen Facetten ländlicher Jugendkultur zwischen Weser und Ems. Teil der Schau ist auch eine Diskothek, die vollständig im Museum aufgebaut wurde.

Mit der Translozierung des ehemaligen Nachtclubs hat das Museumsdorf bereits 2021 ein europaweit einzigartiges Projekt realisiert: Die legendäre niedersächsische Diskothek Zum Sonnenstein wurde originalgetreu wiederaufgebaut und macht damit eine fast vergessene Ära der Clubkultur wieder erfahrbar.

Dafür wurde die Außenfassade in große Segmente zersägt und per Tieflader ins Museumsdorf transportiert. Das Erdgeschoss inklusive Tanzfläche, Bistrobereich und Lichtanlage wurde im Look der Achtziger sofern möglich original gehalten, mit dem erklärten Ziel, das spezielle „Discogefühl” wiederzuerwecken.

Im Dachgeschoss der rekonstruierten Landdiskothek befindet sich die jetzige Ausstellung. Der Aufgang dorthin, die sogenannte „Treppe der Musikstile”, macht deutlich, wie stilistisch divers die Musikszene im Nordwesten ausfällt: Von Sarah Connor über Trio bis hin zu H.P. Baxxter werden lokale Größen und nationale Idole in Szene gesetzt. Eine interaktive Schallplattenwand mit legendären Albumcovern und ein Touchscreen-Terminal zur deutschlandweiten Kartierung von rund 500 Diskotheken erweitern das biografische Gedächtnis der Besucher:innen um persönliche Entdeckungen, ergänzt durch den Aufruf, eigene Erinnerungen beizusteuern.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Geschichte der Diskothek Zum Sonnenstein selbst. In einem „Sonnenstein-ABC” reihen sich über 50 Objekte aus mehr als 140 Jahren Lokalgeschichte aneinander: darunter das Outfit der Betreiberin Gunda Sengstake und originale Club-Artefakte wie der Steakbratstein.

Neben der musealen Nutzung soll der Raum wieder zum Leben erweckt werden: Das Museumsdorf plant kleinere Veranstaltungen, um das Gebäude nicht als stilles Denkmal, sondern als lebendiges Relikt der Clubkultur zu begreifen.

Die Bar der Disco (Foto: Google/ Aindriu Hjoren)

„Unsere Disco soll sich mit Leben füllen”, heißt es aus dem Projektteam. Man lade explizit dazu ein, gemeinsam mit Eltern und Großeltern in Erinnerungen zu schwelgen oder zum ersten Mal auf dem Originalboden der Achtziger zu tanzen.

Alle weiteren Informationen zur Ausstellung „Von Schlager bis Techno” im Museumsdorf Cloppenburg finden sich auf der Homepage.

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