Leipzig: Kunstaktion macht auf Kultursterben aufmerksam

Im Leipziger Stadtteilpark Rabet stehen 40 Holzkreuze als Symbol für geschlossene Kulturorte. Verantwortlich ist dafür die Aktionskunstgruppe WBW. Die Gruppe nutzt kreative Aktionen, um auf die Auswirkung der Gentrifizierung hinzuweisen.

Der von der Aktionsgruppe WBW angelegte Friedhof für Kulturorte (Foto: Nastassja von der Weiden)

Die Kreuze machen auf Verluste in der städtischen Kulturszene aufmerksam – ein landesweiter Trend: Gentrifizierung treibt die Preise hoch, wodurch etablierte Organisationen oft zum Schließen gezwungen sind.

Auch um den Pferdehof, ein Veranstaltungsraum im Westwerk im Leipziger Westen, wird betrauert (Foto: Nastassja von der Weiden)

Ein akutes Beispiel ist das Ende der Kultureinrichtung und des Technoclubs Institut fuer Zukunft (IfZ), der nach zehn Jahren zum Ende des vergangenen Jahres geschlossen wurde. Unter anderem führten Kredite aus der Pandemiezeit zu finanziellen Schwierigkeiten. Vor ähnlichen Problemen stehen auch Orte wie das DUQO.

„Warum tut die Politik so wenig? Opern oder Theater bekommt auch Geld und Unterstützung”, kommentiert ein Passant im Tagesschau-Beitrag die Aktion.

Ein satirisches Bauplakat der Gruppe WBW (Foto: Nastassja von der Weiden)

In einer weiteren Aktion installierte die Aktionskunstgruppe WBW Fake-Bauplakate in Leipzig, um auf die Gentrifizierung in den betroffenen Vierteln aufmerksam zu machen. Mit täuschend echten Plakaten, die fiktive Bauprojekte an Orten wie dem Lene-Voigt-Park und der Eisenbahnstraße ankündigen, setzen die Künstler ein satirisches, alarmierendes Zeichen. Ihre Aktion kritisiert die zunehmende Kommerzialisierung des öffentlichen Raums und die Auswirkungen der Gentrifizierung auf die Menschen vor Ort.

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