Soundsystem-Kultur: Reggae-Fan startet Archiv-Projekt

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Ashish Joshi ist ein Reggae-Fan aus Bristol, der Tonbänder mit Soundsystem-Aufzeichnungen aus den Siebzigern und Achtzigern sammelt. Die originalen Tonbänder sollen nicht nur archiviert, sondern auch digitalisiert werden, sagt Joshi. Soundsystems sind Kollektive, die aus mehreren Künstler:innen und anderen Mitstreiter:innen bestehen und um eine große mobile Musikanlage organisiert sind.

Die Tapes, die damals im Umfeld der Soundsystems zirkulierten oder als Merch verkauft wurden, sind von besonderem historischen Wert. „Man kann hören, wie die Jungs vom Soundsystem mit der Menge sprechen, die gespielten Stücke vorstellen und über die Stücke rappen”, erklärt Joshi. „Es ist ein authentisches Erlebnis der Reggae-Musik dieser Zeit.” Weil im Mainstream-Radio nicht viel Reggae gespielt wurde, stellten solche Aufnahmen eine wichtige Quelle dar, um sich über die neuesten Veröffentlichungen auf dem Laufenden zu halten.

„Leider sind viele Tapes weggeworfen worden, weil viele Menschen nicht mehr die Geräte haben, um sie abzuspielen”, erklärt Joshi, der das Sammeln, Digitalisieren und Veröffentlichen der Tonsysteme selbst finanziert. „Wenn ich höre, dass jemand eine Kassette restaurieren oder digitalisieren will, bin ich sofort zur Stelle.” Ob Joshi plant, sein Archiv im Netz verfügbar zu machen, ist allerdings nicht bekannt.

Soundsystems hatten großen Einfluss auf die elektronische Musik, besonders in Jamaika und Großbritannien. Die Bewegung hat unter anderem Reggae und Dub hervorgebracht, sie ist die Ursuppe des Breakbeat Continuums, das Künstler wie Roni Size, Massive Attack oder A Guy Called Gerald hervorgebracht hat.

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