Molotow: Hamburger Club wird zum dritten Mal abgerissen

Noch mehr schlechte Nachrichten für das Hamburger Nachtleben: Nach dem PAL muss nun auch das Molotow auf der Reeperbahn schließen. 

Die Betreiber des Clubs haben mitgeteilt, dass der Mietvertrag für die aktuelle Location gekündigt wurde. Nun rufen sie zu einer Demonstration auf, die am 30. Dezember stattfinden soll. Bis zum 30. Juni 2024 muss alles geräumt sein, damit das Gebäude dem Neubau eines Lindner-Hotels weichen kann, einer Kette, die zum Hyatt-Konzern gehört. 

„Die Kündigung durch den Eigentümer ist ein harter Schlag. Ich kann & will mir eine Kulturstadt Hamburg ohne Molotow nicht vorstellen”, schreibt Kultursenator Carsten Brosda. 

Das Molotow musste im Frühjahr 2014 aus den Esso-Häusern weichen, im Herbst 2014 aus dem Exil in der Holstenstraße, nun voraussichtlich im Sommer 2024 auch vom Nobistor. 

Die Betreiber weisen darauf hin, dass der Neubau des Paloma Viertels am alten Standort in den Esso-Häusern, an den der Club schon vor Jahren zurückkehren sollte, noch nicht einmal begonnen habe. Der Investor Bayrische Hausbau, ein Teil der Schörghuber Gruppe, lässt das Grundstück seit fast zehn Jahren brach liegen und erwägt nun, es weiterzuverkaufen. 

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