Spotify: 200 Mitarbeiter:innen gekündigt

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Spotify strukturiert seine Podcast-Abteilung neu, entlässt 200 Mitarbeiter und damit etwa 2 Prozent seiner Gesamtbelegschaft. Diese Nachricht verkündete am Montag Sahar Elhabashi, Vizepräsidentin und Head of Podcast Business.

Erst im Januar gab Spotify bekannt, mehr als 500 Stellen zu streichen. Geschäftsführer Daniel Ek führte diese Entscheidung damals auf eine zu aggressive Expansion des Unternehmens zurück. Diesmal seien die Entlassungen Teil der Umsetzung einer neuen, „maßgeschneiderten” Podcast-Strategie, die Streamingzahlen maximieren soll und damit „sicherstellt, dass mehr Podcaster an mehr Orten Erfolg haben”. Mit neuen Geschäftsmodellen, die „für jede Show und jeden Creator  optimiert” sind, verabschiedet sich die Firma von ihrem vorherigen One-Size-Fits-All-Ansatz. So will Spotify die Kreativ-Community besser unterstützen.

Der Personalabbau sei dabei eine „schwierige, aber notwendige Entscheidung” gewesen, heißt es im Statement. Die betroffenen Mitarbeiter erhalten großzügige Abfindungspakete, einschließlich einer erweiterten Krankenversicherung und sofortigem Zugang zu „Outplacement-Unterstützung”, so Elhabashi.

Teil der Umstrukturierung ist auch die Zusammenführung der zwei Spotify-Podcast-Studios Parcast und Gimlet zu einer neuen Spotify-Studios-Abteilung, die weiterhin eine Vielzahl von Spotify-Originals produzieren wird. Dazu zählen Stolen, The Journal, Science Vs, Heavyweight, Serial Killers und Conspiracy Theories. Auch neue Sendungen mit einem verstärkten Fokus auf „Always-on”-Programme sind geplant, da diese ein „loyales Publikum und Werbekunden anziehen”, sagte Elhabashi. Ein weiteres Studio, The Ringer, wird weiterhin separat betrieben.

Die Entlassungsrunde erfolgt trotz zunehmendem Abonnentenwachstum mit einem Nettozuwachs von Fünf Millionen zahlenden Abonnent:innen im vergangenen Quartal, was die weltweite Gesamtzahl auf 210 Millionen zahlende Kund:innen erhöhte. Die Gesamtzahl der monatlich aktiven Nutzer:innen, die bezahlte Abonnements und werbefinanzierte Hörer:innen einschließt, belief sich auf 515 Millionen, ein Plus von 26 Millionen gegenüber dem Vorquartal und eine deutliche Überschreitung der Prognosen für das Quartal um 15 Millionen. Dies geht aus dem jüngsten Ergebnisbericht des Unternehmens für das erste Quartal 2023 hervor.

Spotify erwirtschaftete in diesem Zeitraum einen Umsatz von 3,04 Milliarden Euro, ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Elhabashi hebt diese Erfolge hervor: „Spotify ist jetzt die meistgenutzte Audio-Podcast-Plattform in den meisten Teilen der Welt und auch die Nummer eins unter den Podcast-Verlagen in den USA.” Der Podcast-Konsum auf Spotify ist im Vergleich zu 2019 um 1400 Prozent gestiegen.

Spotify ist nicht der einzige Streamingdienst, der in diesem Jahr große Teile seiner Belegschaft entlässt. Erst vor wenigen Wochen berichteten wir, dass auch SoundCloud eine weitere Entlassungsrunde einläutete, von der rund 8 Prozent der Belegschaft betroffen waren.

Zuvor kündigte SoundCloud im August 2022 an, dass es 20 Prozent seiner Belegschaft abbauen werde. Dieser Schritt sei notwendig, „um den langfristigen Erfolg von SoundCloud angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Klimas und des Gegenwinds auf den Finanzmärkten sicherzustellen.”

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