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„Jung, wild, grenzenlos”: Doku-Reihe beleuchtet Musikkultur der Wendejahre

Der MDR widmet sich in der vierteiligen Dokumentationsreihe Jung, wild grenzenlos – Wochenende in den 90ern der jugendkulturellen Musik, die das Ostdeutschland zur Zeit der Wiedervereinigung prägte. Die vier Folgen haben eine Laufzeit von je 24 Minuten und behandeln Rockmusik, aber auch Techno und Eurodance in Großraumdiscos.

Mittels Archivaufnahmen und Interviewpassagen werden Ostdeutsche vorgestellt, die in den Neunzigern ihre Erfahrungen mit Musik und Nachtleben machten. Zu Wort kommen frühere Club- und Konzertgänger, aber auch diverse Künstler:innen. So standen Techno-DJ Paul van Dyk, Eurodance-Sängerin Lucy van Org und Rammsteins Gitarrist Paul Landers für Interviews zur Verfügung. Die Rückblicke der Interviewten werden in Spielszenen nacherzählt, die über Mode und Kameratechnik ein authentisches Bild der Zeit zeichnen sollen. Ein Off-Erzähler ordnet das Gezeigte in den historischen Kontext ein. Das Augenmerk liegt auf dem positiven Lebensgefühl der Neunziger und dem damals entstandenen Freiraum in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung.

Die dritte Folge der Reihe porträtiert die frühe Technoszene zwischen Berlin und Leipzig. Betreiber:innen und Besucher:innen schildern darin ihre Erfahrungen in Clubs wie dem Berliner Tresor und der Leipziger Distillery. Paul van Dyk erzählt von seinem Werdegang vom Tischler hin zum DJ.

Die alte Distillery-Location im Jahr 1992 ist Teil der Doku-Reihe „Jung,wild, grenzenlos” im MDR

Beim Leipziger Club Distillery handelt es sich nun um ein Stück Zeitgeschichte, da der Club umziehen muss und die Kurt-Eisner-Straße zum 1. Juni verlässt. Die vier Folgen der Dokumentationsreihe sind noch bis November dieses Jahres in der ARD Mediathek verfügbar.

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