Else (Foto: Presse)

Am Wochenende vom 1. bis zum 3. April öffnet die Else nach nahezu eineinhalbjährigem Stillstand wieder ihre Pforten. In den letzten Monaten durchlief der Open-Air-Club an der Treptower Elsenbrücke eine umfassende Renovierung und präsentiert sich nun in neuem Look. Alles, was die Else seit der Ersteröffnung 2013 zu einem der beliebtesten Clubs Berlins machte, blieb dabei erhalten: Sonnendurchflutete Tanz- und Sitzbereiche, die begehbaren Überseecontainer und die Terrassendecks mit Blick auf die Spree laden zum Verweilen ein.

Außerdem gibt es ein neues Soundsystem und die Anordnung der DJ-Booth wurde überarbeitet. Am Eröffnungswochenende werden unter anderem Anthony Rother, Hunee, Legowelt, Maryisonacid, S Ruston, Stella Zekri, Voiski, Wata Igarashi und Young Marco spielen. Wir haben den Booker der Else Sebastian Voigt interviewt und ihn zum neuen Konzept der Else, der temporären Schließung 2021 und seinen Erfahrungen während der Pandemie befragt.


GROOVE: Du bist verantwortlich für das Booking der Else. Wie sieht dein Konzept aus? Welche Neuerungen und musikalischen Highlights warten?

Sebastian Voigt: Allgemein gesagt lege ich Wert auf künstlerische Integrität und ein diverses Booking, inhaltlich will ich mich da nicht zu sehr festlegen. Am liebsten rede ich gar nicht so viel darüber, sondern lasse lieber die Qualität der Musik für sich sprechen. Wir werden uns mehr auf eigene Events konzentrieren, das Programm der ersten beiden Wochenenden gibt schon mal einen ganz guten Vorgeschmack auf die Saison. In der Else freue ich mich vor allem auf die neue Anlage, eine Lambda Labs QX3, die mit zum Besten gehört, was es derzeit auf dem Markt gibt. Durch eine spezielle Anordnung der Subwoofer schallen wir jetzt fast nur noch in eine Richtung und können dadurch deutlich lauter machen als in den letzten Jahren. Außerdem haben wir die DJ-Booth etwas in die Tanzfläche versetzt, sodass der DJ jetzt vom Publikum umgeben ist.

Die Else hatte im Sommer 2020 einen guten Lauf, 2021 hattet ihr aber geschlossen – warum?

Das hatte mit der Baustelle der Elsenbrücke zu tun und der Anpassung der Genehmigung, da uns Flächen von der Stadt weggenommen oder enteignet wurden. Es war schon sehr bitter, wir hatten alles fertig für die neue Saison und haben dann kurz vor der Eröffnung einen Brief erhalten, dass wir nicht aufmachen können, ich musste alles wieder absagen. Jetzt sind alle Probleme beseitigt und wir können endlich wieder loslegen.

Etwas persönlicher gefragt: Welche Learnings nimmst du als Veranstalter aus der Coronazeit mit und auf was freust du dich im kommenden Sommer besonders?

Take nothing for granted! Die letzten beiden Jahre waren so eine Achterbahnfahrt, mittlerweile überrascht mich irgendwie nichts mehr. Ich freue mich, dass es wieder losgeht, und hoffe sehr, dass sich endlich wieder eine Art Normalität einstellt, was auch immer das heißt in diesen Zeiten. Zumindest hoffe ich auf eine etwas größere Planungssicherheit für unsere Branche. Insgesamt wäre es schön, wenn wieder mehr Spaß und Leichtigkeit zurückkehren.

Vorheriger ArtikelDer Umgang mit Raum und Stille: Richie Hawtin über seine Zusammenarbeit mit Chilly Gonzales
Nächster ArtikelOlivia – Groove Resident Podcast 28