Solaris (Foto: Henry W. Laurisch).

Wenn man an Leipzigs Clubkultur denkt, fällt einem zwangsläufig auch das Institut für Zukunft und vor allem eine mit dem Club assoziierte Künstlerin ein. Solaris war von Anfang an am Aufbau des Clubs beteiligt und prägt heute, als Resident, den Sound der Leipziger Institution. Aus einem Punk- und Crust-Background kommend, überzeugt Maria Lehmann, wie die DJ mit bürgerlichem Namen heißt, mit ihren dunklen, eklektischen, oft von Breakbeats dominierten Sets. Seit 2017 hat Solaris, zusammen mit Stanley Schmidt, zudem ein eigenes Imprint. Auf PH17 fokussieren sich die beiden vornehmlich auf die Distribution von experimenteller elektronischer Musik. 

So vielseitig und experimentierfreudig Solaris’ Sets normalerweise auch sein mögen, ihre Charts-Auswahl von 2015 ist erstaunlich geradlinig geraten. Es sind überwiegend dunkle, großräumige Techno-Stücke, gemischt mit technoidem House in klassischer 4/4-Manier. Das heißt natürlich noch lange nicht, dass die Liste aus klischierten Techno-Blueprints besteht. Im Gegenteil ist die Auswahl, von Gesloten Cirkel bis Donato Dozzy, bestückt mit interessanten und ungewohnten Soundscapes.

Die gesamten Charts findet ihr auch in unserem Heft-Archiv oder der GROOVE-Ausgabe #156.

10Chino – 2H2F

9Gesloten Cirkel – Real Melbourne House

8Talski – Identify-FI

7Alexey Volkov – Never

6In Aternam Vale – Non

5Voitax – Untitled I

4Donato Dozzy – Oz Taped

3Côme – Nocturnal (In Anternam Vale Rmx)

2Perm – Track 4

1Polar Inertia – Vertical Ice