James Holden (Foto: Presse)

Der britische Techno-Zauberer und psychedelische Schamane James Holden ist schon seit mehreren Jahrzehnten in der elektronischen Musikszene verankert. Seine Karriere begann er 1999 mit gerade mal 19 Jahren, als er seine erste Single Horizons veröffentlichte. Sein Alter und sein Umgang mit der kostenlosen Musik-Software Buzz, mit welcher er diesen Song produzierte, machte viele neugierig. Wenig später folgten Veröffentlichungen auf diversen UK-Labels und ein Mathematik-Studium in Oxford – trotzdem ging es für ihn immer weiter bergauf mit der Musik. 2003 gründet er sein eigenes Label Border Community, auf dem er 2006 mit seinem ersten Album The Idiots Are Winning große Erfolge verzeichnet. Wer ihn nicht wegen einer seiner Soloreleases kennt, ist vielleicht schon mal auf einen seiner 236 Remixe aufmerksam geworden. Darunter sind Edits von Britney Spears, Depeche Mode, New Order oder Madonna. Mehr dazu hier.

Aktuelle Projekte sind Kollaborationen mit Wacław Zimpel, ein polnischer Klarinetten-Guru, mit dem er Anfang März dieses Jahres eine erste gemeinsame EP veröffentlicht. Oder das Projekt mit den Maalem Houssam Guinia, eine Band aus Marokko, die ihr kulturelles Erbe und rituelle Poesie mit traditioneller Musik und Tanz verbinden. Beide Projekte gehören musikalisch zu seinem Label Border Community, auf dem er experimenteller Musik einen besonderen Stellenwert einräumt.

Für diese Ausgabe gehen wir fünfzehn Jahre in die Vergangenheit und stöbern in Holden’s Charts vom Februar 2005. Darunter sind Alden Tyrell mit seinem analogen Elektrobrecher Disco Lunar Module, sowie Ellen Allien, DJ-Ikone aus den 90ern, die bis heute unentwegt ihre Erfolge in der Szene feiert, oder Nathan Fake, ein Freund Holdens, dessen Tracks auch auf Border Community veröffentlicht wurden. Die gesamten Charts findet ihr auch in unserem Heft-Archiv oder der Groove-Ausgabe #92.

1. Nathan Fake – Coheed

2. Alex Smoke – Sortie

3. The MFA – Rinse Time

4. Hugg & Pepp – Trosa

5. Scratch Massive – Talk Now Mix For HGD

6. Francesco Tarallo – Ruthsong

7. Alden Tyrell – Disco Lunar Module

8. Nathan Fake – Charlie’s House

9. Duplex 100 – Extrapoliert (Mathew Jonson)

10. Covenant – Bullet (Ellen Allien Remix)