Durch Lärmbeschwerden der Anwohner*innen und die Bebauung der noch freien Flächen in Berlin ist die Existenz einiger Clubs bedroht. Ohne ausreichende Maßnahmen zur Schalldämpfung sind viele Clubs in Gefahr auf Dauer schließen zu müssen. Auch weil der Ausgeh- und Musiksektor der Stadt jährlich bis zu 200 Millionen Euro einbringt, soll ein öffentlich gefördertes Lärmschutzprogramm Abhilfe schaffen. Das Abgeordnetenhaus hat eine Million Euro zur Verfügung gestellt, die nach Erfüllung bestimmter Kriterien an die Bewerber ausgeschüttet werden. Für 4 der 24 bereits eingegangenen Anträge auf Förderung hat sich eine Jury der Berliner Clubcommission bereits ausgesprochen. Ende Juni tagt sie erneut.

Unter anderem sollen die am Flutgraben zwischen Kreuzberg und Alt-Treptow gelegene Ipse, die Musikbrauerei, die Recordinghall und das traditionsreiche SO36 bei der Verbesserung ihrer Schalldämmung unterstützt werden. Dennoch befürchtet die Vorsitzende der Clubcommission und Inhaberin des Gretchens Pamela Schobeß, dass der Lärmschutz-Fonds nicht für alle ausreichen wird. In diesem Fall wolle sie sich weiterhin für eine Verbesserung des Schallschutzes und das Weiterbestehen der Clublandschaft stark machen.