Foto: Retinafunk (CC BY-SA 2.0).

Das Polizeipräsidium Neubrandenburg hat sich in einer Pressemitteilung zu den gestern bekannt gewordenen Einsatzplänen für die Fusion geäußert. Darin lenkt es ein: „Vor dem Hintergrund des neu vorgelegten Sicherheitskonzeptes des Veranstalters“ würden die aktuellen Einsatzpläne der Polizei „weder Räumpanzer noch Wasserwerfer“ vorsehen.

Zudem schlägt die Polizei hinsichtlich einer Lösung des Konfliktes versöhnlichere Töne an: Sollte das neu eingereichte Sicherheitskonzept der Fusion die Bedenken der Polizei berücksichtigen, „kann eine vertrauensvolle Zusammenarbeit beginnen, ohne dass die Polizei auf dem Gelände präsent sein muss.“ Zur Prüfung dieses Konzeptes äußerte sie sich optimistisch: Das neue Konzept biete „eine Vielzahl von Ansatzpunkten, die ein
Einvernehmen mit der Polizei möglich erscheinen lassen.” Der Kompromiss, wie er vom Kulturkosmos Müritz e.V. vorgeschlagen worden war, scheint also denkbar. Dessen Vorschlag sieht eine „Wache in unmittelbarer Nähe zum Festival und konkrete[n] Vorschläge[n] für einen anlassbezogenen Zugang“ vor, wie es der Vorsitzende des Vereins, Martin Eulenhaupt, formulierte.

Zudem dementiert die Behörde, von dem Inhalt der Bachelorarbeit, die das Sicherheitskonzept der Fusion analysierte, gewusst zu haben: „Der Inhalt der nun öffentlich thematisierten Bachelor-Arbeit war dem Polizeipräsidium Neubrandenburg bis zum Zeitpunkt einer diesbezüglichen ersten Medienanfrage Ende vergangener Woche nicht bekannt.“ Zu dem Verstoß gegen den Datenschutz, der im Rahmen dieser Bachelorarbeit geschehen sein soll, äußerte sie sich jedoch nicht. Es hieß lediglich, die Studentin habe „Unterlagen erhalten, die zur Bearbeitung eines Bachelor-Themas notwendig sind.“ Auf den Unterlagen sollen ungeschwärzt Kontaktdaten von Fusion-Mitarbeiter*innen und Dienstleister*innen zu sehen gewesen sein.

Der Kulturkosmos Müritz e.V. hatte vergangenen Donnerstag ein überarbeitetes Sicherheitskonzept vorgelegt. Bis Ende dieser Woche wird es von verschiedenen zuständigen Behörden überprüft. Dazu gehören unter anderem die Polizei, aber auch Gesundheitsamt, Bauamt oder Jugendamt.